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ARCD warnt vor erhöhter Gefahr im Herbst durch Wildunfälle

(lifepr) (Bad Windsheim, 24.09.2009) Im Herbst steigt das Risiko für Kraftfahrer durch Wildtiere auf Straßen außerhalb von Ortschaften. Die Felder sind abgeerntet, das Wild verlässt die Deckung und wechselt über die Straßen. An den Fahrbahnrändern locken Futterquellen wie Fallobst, Kastanien und Eicheln. Die meisten Kollisionen passieren nach Erhebungen durch Unfallforscher morgens zwischen fünf und acht Uhr sowie abends zwischen 17 Uhr und Mitternacht. Besonders häufig kommen Zusammenstöße mit Dam-, Rot-, Reh- und Schwarzwild vor. Ein Zusammenstoß kann fatale Folgen haben: Schon bei 50 km/h entwickelt ein 20 Kilogramm leichtes Reh ein Aufprallgewicht von knapp einer halben Tonne. Das entspricht dem Gewicht eines Pferdes. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) mahnt deshalb alle motorisierten Verkehrsteilnehmer in den kommenden Wochen zu besonderer Vorsicht. Zu der Gefahr durch Wild gesellten sich noch schlechte Sichtverhältnisse durch Dunkelheit, Regen und Nebel. Bei Wild auf der Fahrbahn gelte der Grundsatz: stark abbremsen, Fahrlicht abblenden und hupen, rät der Club. Wenn ein Zusammenstoß drohe, sei eine Vollbremsung sicherer als ein unkontrolliertes Ausweichmanöver. "Besonders nach Wildwechsel-Schildern gilt, langsam fahren und auf die Fahrbahnränder achten", empfiehlt Hans-Ulrich Sander vom TÜV Rheinland. Außerdem sollten Autofahrer stets mit mehreren Tieren aus einem Rudel rechnen. Passiert dennoch ein Zusammenstoß, greifen die folgenden Regeln: Warnblinker einschalten und Unfallstelle sichern; Abstand von verletzten Tieren halten, damit ihr Stress nicht noch größer wird; getötetes Wild an den Straßenrand ziehen, aber nicht einpacken oder mitnehmen das gilt als Wilderei und wird bestraft. Autofahrer müssen einen Wildunfall nach dem Sichern der Gefahrenstelle sofort der nächsten Polizei- oder Forstdienstelle melden. Nur mit einer schriftlichen Bestätigung durch die zuständige Behörde leisten die Versicherungen Schadenersatz. Wichtig: Den Schaden innerhalb einer Woche der Versicherung melden! Auch ein Foto von der Unfallstelle hilft, Ansprüche zu beweisen.

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