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Fusionen im Luftverkehr könnten zu Preissteigerungen führen

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
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(lifepr) (Bad Windsheim, 24.07.2009) Die Liberalisierung des Luftverkehrs über Europa und die Freude am Boom billiger Tickets könnten von kurzer Dauer gewesen sein. Das befürchten Konkurrenten der Lufthansa, die hinter der derzeitigen Einkaufspolitik der früheren staatlichen Fluglinie Strategien der Marktverdrängung wittern. Lufthansa hat nach Übernahme von Swiss Air und Germanwings die belgische Luftlinie Brussels Airlines erworben und ist drauf und dran, die österreichische AUA zu übernehmen. Die polnische LOT und die skandinavische SAS könnten ebenfalls bald unter LH-Flagge fliegen. Die Wettbewerbshüter der Brüsseler EU-Kommission haben ihren Segen zur europaweiten LH-Einkaufstour u.a. an die Aufgabe von Slots (Start- und Landerechten) auf bestimmten Städteverbindungen geknüpft.

Dies stelle jedoch keine ausreichende Garantie dafür dar, dass auf diesen zentralen Strecken tatsächlich Konkurrenten einsteigen oder rentabel weiterfliegen können, warnen unabhängige Airlines. Vielflieger- Programme sowie extrem attraktive Geschäftreise-Konditionen für bestimmte Destinationen stellen zunehmend unüberwindbare Markthürden für kleinere Fluglinien dar. Leidtragende könnten jene Touristen sein, die gern billige City-Wochendtrips in Anspruch nehmen. Die Brüsseler Kommission muss nun im Interesse der Konsumenten dafür sorgen, dass trotz Krise echter Wettbewerb und erschwingliche Tickets auf einem EU-Markt gesichert bleiben, dessen wichtigste Städteverbindungen sich zunehmend Lufthansa und Air France/KLM teilen.

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

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