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EU-Verkehrskommissar drängt auf billigere Wochen-Maut in Slowenien

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 18.06.2009) Slowenien will am 1. Juli eine Monatsvignette für die Autobahnnutzung einführen, die ebenso teuer (35 Euro) kommen soll wie die bisherige Halbjahresvignette. Auch eine Wochenvignette (15 Euro) ist geplant. Der Verbund Europäischer Automobilclubs (EAC) und sein Mitglied ARCD hatten heftig gegen diese Abzocke von Urlaubern protestiert - sowohl gegenüber Slowenien als auch bei EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani. Der versprach inzwischen, noch einmal bei den slowenischen Behörden zu intervenieren, um einen günstigeren Preis für Reisende an die Adria auszuhandeln. Er stelle sich eine Wochenvignette von "5 bis maximal 10 Euro" vor, gab Tajani am Rande des EU-Rats der Verkehrsminister am 11. Juni bekannt. Mit der Einführung von Wochen- und Monatsvignetten reagiert Slowenien auf die Beanstandung der im vergangenen Sommer eingeführten Autobahnmaut durch die EU-Kommission. Diese hatte mit Bezug auf den Gleichheitsgrundsatz gefordert, Slowenien solle auch für Kurzreisen entsprechende Vignetten auflegen, die für alle EU-Bürger gleich viel kosten. Tajani wollte sich jedoch auf keine weiteren formalen Schritte gegen Slowenien festlegen. Der ausscheidende österreichische EU-Parlamentarier Reinhard Rack (EVP) bezeichnete die angekündigte Neugestaltung des Tarifsystems bei gleich hohen Preisen als "Touristennepp". Die Kommission dürfe als Hüterin des europäischen Rechts "nicht akzeptieren, dass Slowenien weiterhin die volle Miete von Kurzbesuchern abkassiert".

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Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
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