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(lifepr) (Bad Windsheim, 18.06.2009) Wer im Jahr 1991 einen Neuwagen kaufte, bezahlte dafür im Schnitt 31.900 D-Mark - umgerechnet 16.310 Euro. Dieser Wert stieg bis 2008 um 56 Prozent auf 25.500 Euro an. Real entspricht dies in Preisen von 1991 einer Steigerung von rund 11 Prozent. Damit liegt der Anstieg deutlich über der allgemeinen Inflation. Bis 1999 entwickelten sich die Neuwagenpreise noch im gleichen Tempo wie der Verbraucherpreisindex. Ab dem Jahr 2000 stiegen sie dann stärker als die Inflation. Als Grund für diese überproportionale Zunahme erkennen die Marktforscher einen um die Jahrtausendwende einsetzenden Trend deutscher Konsumenten hin zu großräumigeren und damit teureren Automobilen; bessere Ausstattungen und höhere Motorenleistungen führten im Neuwagenmarkt zu einer deutlich schnelleren Preisentwicklung als bei anderen Konsumgütern. Die Gebrauchtwagenpreise blieben seit 1991 hingegen relativ konstant, kletterten nur von durchschnittlich 7.830 auf 8.250 Euro und lagen damit sogar um 25 Prozent unterhalb der Inflationsquote. Das sind Ergebnisse aus einer letzte Woche veröffentlichen Marktuntersuchung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). Von 1990 bis Ende 2008 entwickelte sich demnach der Pkw-Bestand in Deutschland von etwa 30 Mio. auf rund 41,3 Mio. Fahrzeuge. Das Durchschnittsalter kletterte in diesem Zeitraum von 6,3 auf 8,5 Jahre. Gebrauchte Pkw bleiben in Deutschland also immer länger auf dem Markt, wodurch die Neuzulassungszahl deutlich über jener der Zulassungslöschungen von alten Pkw liegt. Das wachsende Altwagenangebot schlägt auch auf die Preise durch, so dass sich Neuwagen- und Altwagenpreise gegensätzlich entwickeln. Die Studie zeigt zudem, wie wichtig für die deutschen Hersteller der Export ist: Die Anzahl der ausgeführten Pkw verdoppelte sich seit 1993 von rund 2 Millionen auf 4,1 Millionen im Jahr 2008. Im ersten Quartal 2009 brachen die Exportzahlen allerdings wegen der Weltwirtschaftskrise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 Prozent ein. Von den exportierten Pkw bleiben 75 Prozent in Europa, wobei Westeuropa mit 62 Prozent der Hauptabnehmer ist. Lieferungen nach Nord- und Südamerika nehmen mit 15 Prozent nur einen wenig größeren Teil ein als die Exporte nach Osteuropa mit 11 Prozent, fanden die Hamburger Forscher heraus.
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Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
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