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(lifepr) (Bad Windsheim, 22.05.2009) Wegen steigender Unfallzahlen bei Motorradfahrern in Brandenburg will Infrastrukturminister Reinhold Dellmann jetzt die Biker aufrütteln: Die Gemeindestraße zwischen Hennickendorf und Ahrensdorf im Landkreis Teltow-Fläming wird demnächst mit Rüttelstreifen in den Kurven ausgestattet. Damit sollen Schnellfahrer auf zwei Rädern ausgebremst werden. Die Ortsverbindungsstraße ist gut ausgebaut und wegen ihrer vielen Kurven als Rennstrecke bei Motorradfahrern beliebt. Dellmann: "Tempolimits auf dieser Strecke haben bisher nichts gebracht. Seit 2004 gab es allein auf diesen sechs Kilometern Strecke bei 30 Unfällen drei Tote und 15 Schwerverletzte". Auf Brandenburger Straßen sind seit Jahresbeginn schon mehr als drei Mal so viele Motorradfahrer ums Leben gekommen wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der Polizei starben zehn Motorradfahrer, sieben von ihnen durch eigenes Fehlverhalten. Allein im April gab es bisher sieben Tote. Die Zahl der Opfer stieg von 23 im Jahr 2007 auf 32 im Jahr 2008. "An dieser Stelle müssen wir die Menschen vor sich selbst schützen", rechtfertigt Dellmann sein Vorgehen. Derzeit führt Brandenburg auf einer 35 km langen Strecke der A 24 zwischen den Anschlussstellen Herzsprung und Fehrbellin zusammen mit der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) noch einen dreijährigen Feldversuch mit Rüttelstreifen am Fahrbahnrand durch, die vor allem Autofahrer vor dem Abkommen von der rechten Autobahnspur warnen sollen. Seit Testbeginn registrierte die Polizei bei solchen Unfällen einen Rückgang von 43 Prozent. In den USA und in Skandinavien zählen künstliche Spurrillen schon seit einigen Jahren zum Standard. In Deutschland nimmt Nordrhein-Westfalen bei der Einrichtung von Rüttelstrecken eine Vorreiterrolle ein.
Ansprechpartner:
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ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
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