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Frankreich: Abwrackprämie schon ausgereizt?

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
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(lifepr) (Bad Windsheim, 07.05.2009) Frankreichs Autoverkäufer hatten im Gegensatz zu den meisten EULändern bislang noch kaum Grund, über die Krise zu klagen. Die Neuzulassungen lagen im ersten Quartal 2009 nur 3,9 % unter dem Vorjahresniveau, während der Rückgang im EUDurchschnitt 17,2 % betrug. Nach einem Zuwachs von 8 % im März zeigte der französische Pkw-Markt jedoch im April erstmals Ermüdungserscheinungen: Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden laut CCFA (Comité des constructeurs français d'automobiles) 7 % weniger Neufahrzeuge zugelassen. Schuld daran könnte die Umstellung auf das neue Kennzeichen-System sein, so die Automobilhersteller. Zugleich befürchtet man jedoch auch, dass die staatlich geförderte Erneuerung des Fuhrparks bald ausgereizt sein könnte. Rund 30 bis 40 % der jüngsten Neuzulassungen, schätzt der Herstellerverband, seien einzig der staatlichen Förderung zu verdanken. Frankreich hat als eines der ersten Länder bereits im Januar 2008 ein Öko-Bonus-System für sauberere Neufahrzeuge eingeführt und bezahlt seit Dezember eine Abwrackprämie von 1000 Euro für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, die älter als zehn Jahre sind und durch ein Neufahrzeug mit weniger als 160 g CO2/km ersetzt werden. Über ein Nachgeben des Marktes könnten sich nur die Verschrottungsbetriebe freuen, bei denen sich die Altautos stapeln. Im März hatten sie in der Pariser Region bereits zwei Wochen gestreikt, um auf ihre Kapazitäts- und Finanzprobleme hinzuweisen. Denn seit dem Absturz der Stahlpreise aufgrund weltweit gedrosselter Produktion ist mit ausrangierten Fahrzeugen kein Gewinn mehr zu machen. ARCD

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

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