zurück zur Übersicht

(lifepr) (Bad Windsheim, 30.04.2009) Detaillierte Angaben über Umweltbelastungen und Treibstoffeffizienz sollen Europas Konsumenten zukünftig bei der Auswahl der Reifen helfen, eine bewusste Kaufentscheidung zu treffen. Den entsprechenden Vorschlag der Europäischen Kommission hat das EU-Parlament mit einigen Nachbesserungen versehen und mit großer Mehrheit in erster Lesung verabschiedet. Das Parlament will die Reifenkennzeichnungspflicht auf dem Verordnungsweg einführen, da die von der Kommission vorgeschlagene Form der Richtlinie den Mitgliedsstaaten zu viel Spielraum und Übergangszeiten bei der Umsetzung in nationales Recht einräumt. Dies würde auch dem Wunsch der Reifenfabrikanten entsprechen, die sich gleichlautende Regeln auf dem gesamten Binnenmarkt wünschen, könnte aber auf einigen Widerstand im EU-Ministerrat treffen. Berichterstatter Ivo Belet (EVP) rechnet mit einer Annahme in zweiter Lesung in der nächsten Legislaturperiode. Vorgesehen ist eine Auszeichnung nach Klassen A bis G je nach Energie- und Ökobilanz des Reifens. Die Hersteller sollen ab 2012 verpflichtet werden, nicht nur die gesamte Treibstoffeffizienz eines Reifens anzugeben, sondern auch Angaben zur Nässehaftung und zum Messwert für das Abrollgeräusch. Überdies soll eine zentrale EU-Website mit zusätzlichen Informationen für die Verbraucher eingerichtet werden. Auch ein "Verbrauchsrechner" ist vorgesehen, der es Autofahrern ermöglicht, den Langzeitverbrauch eines Reifens zu errechnen. Durch diese Maßnahme, so Belet, lasse sich eine Reduzierung der Abgase erreichen, die einer Verringerung des Straßenverkehrs um etwa 1,3 Millionen Fahrzeuge entspräche. ARCD
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
zurück zur Übersicht