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(lifepr) (Bad Windsheim, 08.04.2009) Die Niederlande hat die erst im vergangenen Jahr eingeführte Abflugsteuer wieder abgeschafft. Gründe sind die deutliche Verlagerung der Passagierströme und die damit verbundenen empfindlichen Verluste der niederländischen Tourismuswirtschaft, teilt der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) mit. Zu viele Reisende hätten es vorgezogen, auf Nachbarflughäfen in Belgien und Deutschland auszuweichen. Die Flugsteuer kostete für jeden Passagier bei einem Abflug von einem niederländischen Flughafen je nach Flugziel zwischen 11,25 und 45 Euro. Der Billigflieger Ryanair hatte nach der Einführung den geplanten Ausbau seines Flug-Programms in den Niederlanden gestoppt. Jetzt plant die Airline neue Strecken und eventuell den Ausbau einer Basis in Eindhoven.
Der Bundestag hatte im September 2006 entsprechende Anträge von Linkspartei und Grünen abgelehnt, in Deutschland eine Extrasteuer auf Flüge zu erheben und sie der Entwicklungshilfe zuzuführen. Auf Anregung der französischen Regierung war vorher eine entsprechende Initiative unter Beteiligung von Brasilien, Chile, Großbritannien und Norwegen ins Leben gerufen worden. Mit den zusätzlichen Mitteln aus einer Flugsteuer sollten Medikamente gegen Aids, Malaria und Tuberkulose in Entwicklungsländern finanziert werden. Der Internationale Luftfahrtverband IATA ist seit langem gegen eine zusätzliche Besteuerung von Flügen, weil sie der Entwicklung des Tourismus in den armen Ländern nur schade.
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
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