zurück zur Übersicht
(lifepr) (Stuttgart, 06.12.2016) Wird einem Menschen die Diagnose Multiple Sklerose (MS) gestellt, so betrifft es in der Regel neben Partnern und Kindern auch die Eltern des Erkrankten. Auch für sie gilt es, den Umgang mit der MS zu lernen und die Krankheit zu verarbeiten. Die neue Broschüre „Mein erwachsenes Kind hat MS“ wendet sich an Eltern, deren Kind, gleich welchen Alters neu die Diagnose erhalten hat und an Eltern, deren Kind bereits länger erkrankt ist. Die Publikation, die von AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V., und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. entwickelt und herausgegeben wurde, ist ab sofort auf www.amsel.de/shop erhältlich.
Mit der Diagnose einer chronischen Erkrankung wie der MS kann sich für den Betroffenen und die Eltern viel verändern. Auf dem Weg der Krankheitsverarbeitung müssen starke Gefühle bewältigt, Entscheidungen getroffen, Lebens- und Zukunftsplanung vielleicht geändert und mit möglichen Einschränkungen umgegangen werden. Kommt es zu ersten oder auch gravierenderen Beeinträchtigungen, so wächst die Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen der Eigenständigkeit des Erkrankten und der erforderlichen Hilfestellung zu entwickeln. In vier Kapiteln werden die möglichen Phasen einer MS-Erkrankung „Diagnose“, „erste Beeinträchtigungen“, „gravierende Beeinträchtigungen“ und „Pflegebedürftigkeit“ dargestellt und Tipps gegeben, wie Eltern in diesen Situationen handeln können.
„Mein erwachsenes Kind mit MS“ ist die zweite Broschüre aus der Themenreihe „Empowerment für Angehörige von MS-Erkrankten“, die Familien im Umgang mit MS unterstützen soll. 2015 ist der erste Titel „Papa hat MS“ für Kinder zwischen 6-10 Jahren und deren Eltern erschienen. Beide Publikationen sind über den AMSEL-Shop auf www.amsel.de/shop, telefonisch unter 0711-69786-52 oder per E-Mail an info@amsel.de erhältlich.
AMSEL dankt Diplom-Psychologen Michael Berthold und Diplom-Sozialarbeiterin, Systemische Beraterin und Therapeutin Monika Karl für die fachliche Begleitung der Broschüre sowie der AOK Baden-Württemberg, die im Rahmen der Projektförderung der Krankenkassen Layout- und Druckkosten für die Broschüre übernommen hat.
Ansprechpartner:
Frau Jutta Hirscher
Pressearbeit
Telefon: +49 (711) 69786-60
Fax: +49 (711) 69786-99
Zuständigkeitsbereich: Leiterin Kommunikation / Presse
Über AMSEL e.V.:
AMSEL - wer ist das?
Die AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden- Württemberg e.V. ist Fachverband, Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung für MS-Kranke in Baden-Württemberg. Die Ziele der AMSEL: MS-Kranke informieren und ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern. Der AMSEL-Landesverband hat über 8.600 Mitglieder und 60 AMSEL-Kontaktgruppen in ganz Baden-Württemberg. Mehr unter www.amsel.de
Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen wahllos und an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile gut behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus.
MS in Zahlen
16.000-18.000 MS-Kranke in Baden-Württemberg
1,6-1,8 MS-Kranke pro 1.000 Einwohner in Baden-Württemberg
350-400 Neuerkrankungen pro Jahr in Baden-Württemberg
1 Diagnose täglich in Baden-Württemberg
200.000 MS-Kranke deutschlandweit
600.000 MS-Kranke europaweit
2,5 Mio.MS-Kranke weltweit
(487 kB) |
(74 kB) |
zurück zur Übersicht