Samstag, 23. Juni 2018


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Schlangensterne - kopflos durch den Boden

Basel, (lifePR) - Schlangensterne gibt’s im Zoo Basel in mehreren Aquarien. Sie sind weitläufig mit den Seesternen verwandt, haben aber viel längere und beweglichere Arme, mit denen sie geschickt über den Meeresboden „hangeln“. Ihre Fortpflanzungsvorlieben sind an Vielfalt kaum zu überbieten.

Seesterne und Schlangensterne haben weder ein Vorne noch ein Hinten, weder eine linke noch eine rechte Körperseite; sie sind fünffach symmetrisch! Von aussen ist dies durch die fünf langen Arme ersichtlich, aber auch im Inneren ist alles fünffach vorhanden: In einer zentralen Körperscheibe finden sich ein fünfarmiges Nervensystem, ein fünfteiliger Kiefer, fünf Geschlechtsorgane… und zwei Mal fünf Atmungsorgane!

Gleichberechtigte Arme

Ein Schlangenstern kommt sehr elegant daher: Er streckt ein oder zwei Arme aus, hält sich dann am Untergrund mit Stacheln fest und schiebt den Körper mit den seitlichen Armen nach vorn. Die einzelnen Arme sind gleichberechtigt, der Schlangenstern hat auch keinen Lieblingsarm, den er häufiger einsetzt. Die Richtung weist zum Beispiel eine Leckerei auf dem Meeresboden, die verlockend duftet. Schlangensterne klettern auch in unwegsamen Riffen über jede Hürde hinweg, kriechen in  engste Spalten oder graben sich durch den lockeren Meeresboden. Auf diese Art sind sie viel schneller als die verwandten Seesterne, die lediglich auf winzigen Füsschen vorwärtskriechen.

Noch nicht vollständig erforscht

Was die Fortpflanzung betrifft sind Schlangensterne für fast alles offen: Man findet Arten mit Männchen und Weibchen, andere sind zwittrig – sie haben gleichzeitig sowohl Eierstöcke wie Hoden – wieder andere sind zuerst männlich, später weiblich. Vermutlich gibt’s das auch andersherum. Schlangensterne bergen noch viele Geheimnisse.

Manche Arten geben die Eier ins freie Wasser ab, andere brüten die Jungen in speziellen Körperhöhlungen aus und sind damit lebendgebärend wie Säugetiere. Auch Klonen ist für Schlangensterne nichts Exotisches: Sie können einen ihrer fünf Arme oder Teile davon abtrennen; das abgelöste Stück wächst zu einem vollständigen – neuen – Schlangenstern heran. Einige Arten können sich auch mitten durch halbieren, worauf jeder Hälfte zu einem vollständigen Tier regeneriert.

Zu sehen sind im Vivarium unter anderen die wunderhübschen Olivgrünen Schlangensterne in den Aquarien 25 und 27. Am besten findet man sie während den regulären Fütterungszeiten (Mo, Mi, Sa 15-16 Uhr), weil sie dann aus ihren Verstecken zum Fressen kommen.

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