Dienstag, 20. Februar 2018


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Nachwuchs bei den seltenen Kordofan-Giraffen

Basel, (lifePR) - Zwei Meter gross und 80 Kilogramm schwer ist der jüngste Spross der Giraffenfamilie im Zoo Basel. Der am 14. Juli geborene kräftige Bulle wurde auf den Namen Osei („edel“) getauft. Das Kind von Kianga (8) ist nicht nur aussergewöhnlich gross und schwer, sondern auch aktiver als es bei neugeborenen Giraffen üblich ist.

Mit ungefähr drei Stunden dauerte die Geburt von Osei so lange, dass sich der Zootierarzt bereits Sorgen machte. Schlussendlich verlief alles problemlos, nur der in den langen Beinen eingeklemmte Hals sorgte kurz für Aufregung. Schnell war auch der Grund für die Verzögerung klar: Osei ist fast 20 Kilogramm schwerer und 20 Zentimeter grösser als andere Giraffenjunge. Zwanzig Minuten nach der Geburt versuchte er bereits aufzustehen und nach etwa zwei Stunden saugte er zum ersten Mal bei seiner Mutter.

Osei ist ein „sehr kräftiger Junge“. Er trinkt regelmässig, nimmt schnell zu und springt viel herum. Da er so agil ist, wurde er bereits auf die Aussenanlagen gelassen. Dort oder im Antilopenhaus ist er nun auch für das Publikum zu sehen. Besucherinnen und Besucher sind angehalten, im Haus still zu sein, um Kianga und Osei nicht zu stören. Falls die Mutter unruhig wird, wird das Haus für das Publikum geschlossen.

Vater von Osei ist Xamburu (8). Er ist auch der Vater von Onong, dem Sohn von Sophie (6), der am 28. Februar zur Welt gekommen ist. Onong zeigt sich sehr interessiert an seinem neuen Spielgefährten, er folgt ihm nach und stupst ihn immer auffordernd an. Onong hat Oseis Mutter Kianga auch schon als neue „Milchquelle“ entdeckt und versucht bei ihr zu trinken. Kianga passt das aber gar nicht und schubst ihn unmissverständlich weg. Kianga hat letztmals 2017 ein Junges geboren. Ihr zweijähriger Sohn Makalo ist am 27. Juni in den Zoo „Badoca Safari Park“ (Portugal) gereist.

Die im Zolli gehaltenen Kordofan-Giraffen gelten in der Wildbahn als gefährdet. Im Zoo Basel werden sie seit 2011 gehalten. In Tschad, Nigeria und Kamerun gibt es heute nur noch rund 2000 dieser Tiere. In den europäischen Zoos existiert deshalb ein vom Zoo Gelsenkirchen (Deutschland) koordiniertes Zuchtprogramm.

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