Erster seltener Nachwuchs bei den Spaltenschildkröten im Zoo Basel

(lifePR) ( Basel, )
Sie ist nur so gross wie ein Fünffrankenstück, doch die Freude im Zoo Basel war riesig, als am 23. Juli die kleine Spaltenschildkröte schlüpfte. Spaltenschildkröten legen nur ein einzelnes Ei aufs Mal und haben in Zoos kaum Nachwuchs. Im Zoo Basel ist die Zucht nun erstmals gelungen. In der Natur sind die eigentümlichen Schildkröten mit dem flachen und weichen Panzer gefährdet.

Nach zehn Jahren erstmals Nachwuchs

Zum ersten Mal ist im Zoo Basel eine Spaltenschildkröte geschlüpft. Am Dienstag, den 23. Juli entdeckte der Tierpfleger im Terrarium eine zerbrochene Eischale. Erst nach einigem Suchen fand er die kaum mehr als fünflibergrosse Spaltenschildkröte unter einem Stein versteckt. In zoologischen Gärten werden Spaltenschildkröten zwar häufig gehalten, jedoch nur selten gezüchtet. Eine grosse Rolle scheint die Verpaarung zu spielen, denn da sind diese Schildkröten sehr wählerisch. Nach fast zehn Jahren intensiver Bemühungen ist es dem Team im Etoscha-Haus nun erstmalig gelungen, die gefährdete Art zu züchten.

Weicher Panzer und trotzdem gut geschützt

Spaltenschildkröten kamen zum ersten Mal mit der Eröffnung des Etoscha-Hauses im Jahr 2001 in den Zoo Basel. Meist sitzen sie versteckt in den Zwischenräumen von Gesteinsbrocken. Im Gegensatz zu anderen Landschildkröten ist ihr Panzer flach und weich. Mit den aussergewöhnlich langen Beinen und kräftigen Zehennägeln laufen Spaltenschildkröten schnell und klettern sehr gut. Droht Gefahr, flüchten sie sich in eine Felsspalte. Versucht der Angreifer die Schildkröte aus der Spalte heraus zu holen, stemmt sie sie sich mit den Beinen gegen den Stein, atmen tief ein und dehnt so ihren Panzer aus. Dermassen im Fels verkeilt sitzt sie völlig fest bis sie sich entspannt und wieder ausatmet.

Ruppiges Liebeswerben

Spaltenschildkröten sind territorial und treffen sich in der Wildbahn nur einmal im Jahr. Die Paarung verläuft recht ruppig; unermüdlich wird das Weibchen verfolgt, gebissen und umgeworfen. Was für das menschliche Auge etwas gar heftig erscheint, dient der Selektion; nur die stärksten Männchen kommen schlussendlich zum Zug. Das Weibchen versteckt ein einzelnes Ei in einer Felsspalte oder im Boden. Je nach Temperatur schlüpft das Junge nach 120 bis 180 Tagen. Die junge Schildkröte misst nur gerade vier Zentimeter im Durchmesser und ihr Panzer ist nach dem Schlüpfen weich und kreisrund.

Beliebt und gefährdet

Spaltenschildkröten sind auf Grund ihrer eigentümlichen Gestalt beliebte Sammlerobjekte. Sie werden in Afrika immer wieder illegal eingesammelt und nach Europa und Amerika geschmuggelt. Da sie sich jedoch nicht so schnell vermehren, wie sie entwendet werden, führt diese Praxis zu einer Dezimierung des Bestandes. Auf der roten Liste der gefährdeten Arten wird die Spaltenschildkröte deshalb als gefährdet geführt.
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