Freitag, 19. Januar 2018


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Das neue Betriebsgebäude des Zoo Basel öffnet seine Türen

Basel, (lifePR) - Futterküche, Tierarztstation und Werkstätten - im Betriebsgebäude geschieht alles, was beim Zoobesuch normalerweise verborgen bleibt. Jetzt ist es komplett renoviert und umgebaut worden. An der Museumsnacht öffnet es für einmal dem Publikum seine Türen.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis die neue Tierarztstation, die Schreinerei, die Schlosserei, die Metzgerei, die Futterküche, die Garderoben und viele andere Räume, die den Besuchenden im Zoo Basel normalerweise verschlossen bleiben, bezogen werden konnten. Damit die Versorgung des Zoos permanent gewährleistet war, erfolgte der Umbau in mehreren Etappen. Die veraltete Infrastruktur wurde ebenfalls verbessert: Eine Abladerampe mit Hebebühne erleichtert jetzt die Futteranlieferung, die Beladungskapazität des Warenlifts wurde von 500 auf 2'500 Kilogramm ausgebaut und der überdachte Innenhof erlaubt das Abladen bei Wind und Wetter.

Tonnenweise Tierfutter

Rund 7000 hungrige Tiere leben im Zoo Basel. Sie benötigen etwa 180 Tonnen Heu, 100 Lastwagen Äste, 80 Tonnen Karotten, 70 Tonnen Äpfel und 20 Tonnen Fleisch, was alles angeliefert, gelagert und weiterverteilt werden muss. Dank neuen Kühlräumen für Fleisch, Fisch, Gemüse und Früchte können Futterspenden von Grossverteilern, die früher abgewiesen werden mussten, eingelagert werden. Jetzt ist auch genügend Platz vorhanden, um belaubte Äste einzufrieren, damit Blätterfresser wie Giraffen auch im Winter nicht auf ihre Leibspeise verzichten müssen. Klimatisierte Räume erlauben die Zucht von Futtermäusen und Futterinsekten.

Neue Tierarztstation

Mit früher nicht zu vergleichen ist die neue Tierarztstation. Mussten sich die beiden Tierärzte und die tierärztliche Praxisassistentin bis vor kurzem mit drei kleinen Räumen und einer veralteten Röntgenanlage begnügen, stehen ihnen und den 7000 Tieren jetzt ein Behandlungszimmer, ein Operationsraum, ein Labor für Blutuntersuchungen oder die Parasitologie von Kotproben, eine Apotheke und ein Sektionsraum für Autopsien zur Verfügung. Die meisten Patienten werden im Zoo zwar immer noch vor Ort behandelt, für grössere Eingriffe können nun aber Tiere bis zur Grösse von Löwen und Bären in der Tierarztstation untersucht oder operiert werden.

Vielfalt an Patienten

Der erste Patient kam am 3. September 2012 in die Praxis und war königlicher Herkunft: Der 'Chef' der Sambischen Graumulle lebt mit der Königin seines Volkes im Etoschahaus und litt unter einem Zehenabszess. Seither haben bereits viele Patienten in der Tierarztstation Hilfe erhalten: ein Rosaflamingo mit schmerzenden Füssen, ein Stachelschwein mit Bisswunden und ein Westliches Graues Riesenkänguru mit Nierensteinen. Ein Sumatra-Orang-Utan wurde für einen handchirurgischen Eingriff, ein Flachland-Gorilla für eine Darmspiegelung und zwei Königspinguine für eine Augenuntersuchung wegen grauem

Star eingeliefert. Für all die Patienten mit ihren unterschiedlichen Leiden stehen eine digitale Röntgenanlage, Endoskopie und Ultraschall, eine Blut- und Gewebebank für wissenschaftliche Untersuchungen und ein Multizweck-Aussengehege als Aufwachraum nach Narkosen oder zur Intensivpflege von kranken Tieren bereit.

Neues Kleid nach 50 Jahren

Bereits das 'alte' Betriebsgebäude entstand in mehreren Etappen. Der erste Teil wurde 1951 in Betrieb genommen. 1958 und 1962 wurde es um zwei Gebäude erweitert. 1972 wurde ein Gebäude um ein Stockwerk erhöht und umgebaut. Die Kosten des aktuellen Umbaus belaufen sich auf rund CHF 10,5 Mio. Die Gründe für den erneuten Umbau lagen am allgemeinen Sanierungsbedarf, aber auch an fehlenden Kapazitäten von Warenliften, Kühlräumen, Damengarderoben und an veralteter Infrastruktur der Werkstätten und der Tierarztstation. Das neue Betriebsgebäude entspricht nun einem Minergiestandard. Es verfügt über eine Holzschnitzelheizung, diverse Wärmerückgewinnungen, eine Warmwasser Solaranlage und eine Fotovoltaik-Anlage.

Anlässlich der Museumsnacht vom 18. Januar gewährt der Zoo Basel einen Blick hinter die Kulissen und öffnet das Betriebsgebäude für das Publikum.

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