Samstag, 26. Mai 2018


Ausstellungsreihe Poetische Expansionen

Mi, 26.07.2017-So, 22.10.2017, ZKM_Lichthof 1+2

Karlsruhe, (lifePR) - .
Reinhard Döhl: Alles ist möglich. Alles ist erlaubt.   
Helmut Heißenbüttel: schreiben sammeln senden    
Konrad Balder Schäuffelen: sprache ist fuer wahr ein koerper

Pressebesichtigung vorab auf Anfrage oder im Rahmen der Eröffnung am Mittwoch, 26.07.2017, 19.00 Uhr

Mit »Helmut Heißenbüttel: schreiben sammeln senden«, »Reinhard Döhl: Alles ist möglich. Alles ist erlaubt.« und »Konrad Balder Schäuffelen: sprache ist fuer wahr ein koerper« eröffnet am Mittwoch, 26. Juli 2017 der zweite Teil der Reihe »Poetische Expansionen«.

»Poetische Expansionen« macht mit einer Serie ausgewählter Positionen auf eine der wichtigsten Tendenzen der Kunst des 20. Jahrhunderts aufmerksam: die Erweiterung der künstlerischen Medien. In den 1950er- bis 1970er-Jahren entstanden neue künstlerische Formen, indem die Grenzen zwischen Text, Bild, Objekt, Theater und Musik aufgehoben wurden, die Kunst sich von ihren herkömmlichen Materialien und Produktionsverfahren löste und für technische Medien öffnete.

Mit der sechsteiligen Ausstellungsreihe »Poetische Expansionen« möchte das ZKM zeigen, dass Dichtung und Literatur als entscheidende Impulsgeber für diese Entwicklungen der modernen Kunst zu betrachten sind. Dichter und Künstler wie Nanni Balestrini, Reinhard Döhl, Helmut Heißenbüttel, Hansjörg Mayer, Gerhard Rühm und Konrad Balder Schäuffelen – einige von ihnen waren der Stuttgarter Gruppe verbunden –, führten die Innovationen Stéphane Mallarmés, der Futuristen und Dadaisten fort, die den Text aus der Linearität und dem Zwang der Narration befreit hatten. Die Wortkünstler wurden zu Bild- und Klangkünstlern: Buchstaben, Zeichen und Laute wurden zum Material für Typocollagen, Ton- und Bildmontagen. Das Buch wurde zum Bildschirm, das Zeichen zur Zeichnung, die Seite zur Website. Mit den Medien Fotografie, Film, Video, Radio, Fernsehen, Computer, Internet und mit Objekten, Aktionen und Performances eroberten sie die dritte Dimension, den Raum, und die vierte Dimension, die Zeit.

Die Ausstellungsreihe »Poetische Expansionen« zeigt die mediale Revolution der Künste, geboren aus der Auseinandersetzung mit sprachlicher Kommunikation nach dem Ende der Gutenberg-Galaxis und dem Beginn der Turing-Galaxis.

Nähere Informationen zum zweiten Teil der Ausstellungsreihe finden Sie hier:

Reinhard Döhl: Alles ist möglich. Alles ist erlaubt.
Helmut Heißenbüttel: schreiben, sammeln, senden
Konrad Balder Schäuffelen: sprache ist fuer wahr ein koerper

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