Immobilienmarkt Berlin: Neue Büroflächen nötig

(lifePR) ( Berlin, )

Büroflächenumsatz von 850.000 Quadratmetern
Einzelhandelsumsatz steigt um 3,1 Prozent
Zahl der Wohnungsfertigstellungen legt zu


Mit einem Flächenumsatz in Höhe von 850.000 Quadratmetern konnte der Berliner Büromarkt das bereits sehr gute Vorjahresergebnis noch einmal um 0,2 Prozent übertreffen. Damit liegt die Hauptstadt 36,1 Prozent oberhalb des Zehn-Jahresmittels. Dies ist ein Ergebnis aus dem Frühjahrsgutachen 2017 der Immobilienweisen, das der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss in Berlin gemeinsam mit der Bundesregierung vorgestellt hat. Die Hauptstadt hatte demnach entscheidenden Anteil daran, dass der Flächenumsatz im Vergleich zu 2015 in den sieben A-Standorten Deutschlands insgesamt um etwa 3,8 Prozent auf 3,5 Millionen Quadratmeter gestiegen ist. Nachdem der Berliner Investmentmarkt für Wirtschaftsimmobilien im vorangegangenen Jahr das Rekordergebnis von 8,3 Milliarden Euro erzielte, sank der Umsatz nun um rund 40,5 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

Flexible Rahmenbedingungen für Entwickler nötig

„Insbesondere der Berliner Bürovermietungsmarkt konnte seine positive Entwicklung aus dem abgelaufenen Jahr weiter fortsetzen“, sagt Niclas Karoff, Vorsitzender der ZIA-Region Ost. Mit 209.000 Quadratmetern Neubaubürofläche, der überwiegende Teil hiervon bereits vor Fertigstellung vermietet, verzeichnete die Hauptstadt zudem ein deutlich überdurchschnittliches Büroflächenvolumen. Dieses liegt zwar 17,6 Prozent unterhalb des Vorjahres, allerdings auch 49,5 Prozent über dem Zehn-Jahresmittel. Der Leerstand sank im Jahresverlauf um 70 Basispunkte auf 3,1 Prozent beziehungsweise 590.000 Quadratmeter. „Berlin braucht neue und vor allem flexible Flächen, um seine Position als Start-Up-Hauptstadt auch in den nächsten Jahren zu festigen und das Angebot auszuweiten. Jedoch brauchen die Entwickler auch passende Rahmenbedingungen, um moderne Bürolösungen herzustellen. Leider legt ihnen die aktuelle Novellierung der Arbeitsstättenverordnung mit ihren starren Vorgaben etwa im Bereich der Sichtverbindung nach außen Steine in den Weg und ist innovativen Technologien gegenüber nicht förderlich.“

Einzelhandelsumsatz steigt

Im Einzelhandelssegment profitiert Berlin als größte Einkaufsmetropole Deutschlands von einer stetig wachsenden Einwohnerzahl im Großraum Berlin/Brandenburg und einer anhaltend hohen Nachfrage von Urlaubern. Der stationäre Einzelhandelsumsatz stieg im Jahr 2016 entsprechend um 3,1 Prozent, während die Spitzenmiete um 2,9 Prozent angezogen hat. Die Verkaufsflächenausstattung zeigt hingegen auf gesamtstädtischer Ebene einen leicht rückläufigen Trend, sodass die Flächenleistung des Berliner Einzelhandels insgesamt einen Anstieg auf gut 3.800 Euro pro Quadratmeter erzielte. Der guten Lage auf dem Einzelhandelsmarkt steht eine positive Entwicklung bei der Kaufkraft gegenüber. So wurde in Berlin eine um zwei Prozent höhere Pro-Kopf-Kaufkraft festgestellt.

Zahl der Fertigstellungen hat deutlich zugelegt

In Berlin ist die Zahl der Haushalte in den letzten Jahren mehr als dreimal so stark gestiegen wie die Zahl der Wohnungen beziehungsweise die Zahl der fertiggestellten Wohnungen. Wie in den anderen Top-7-Standorten Deutschlands wurde deshalb auch in der Hauptstadt der Wohnungsbau kräftig ausgeweitet. Die Zahl der Fertigstellungen ist im Vergleich der Jahre 2014/2015 zu 2009/2010 von etwa 4.000 auf zuletzt 10.700 Wohnungen um mehr als das Doppelte gestiegen. Auch die Zahl der Baugenehmigungen sticht hervor. Diese haben im Vergleich der Mittelwerte von 2014/2015 zu 2009/2010 um 250 Prozent zugelegt.

Das komplette Gutachten mit allen Ergebnissen erhalten Sie auf Anfrage unter: presse@zia-deutschland.de

Der Rat der Immobilienweisen

Seit dem Herbst 2002 sorgt der „Rat der Immobilienweisen“ durch seine Frühjahrsprognosen für mehr Transparenz auf den Immobilienmärkten. Mit den damals erstmals erfassten Daten zu Bruttoproduktionswert, Beschäftigten und Immobilienbestand sollte auch die Immobilienwirtschaft als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland in der öffentlichen Wahrnehmung besser verankert werden. Aktuelle Mitglieder des Rats der Immobilienweisen sind Prof. Dr. Lars Feld, Andreas Schulten, Manuel Jahn und Prof. Dr. Harald Simons.
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