Konjunkturerwartungen für Mittel- und Osteuropa: Erneuter Pessimismus

ZEW-Erste Group Bank Konjunkturindikator CEE

(lifePR) ( Mannheim, )
Die Konjunkturerwartungen für die Region Mittel- und Osteuropa inklusive der Türkei (CEE-Region) verschlechtern sich im Juni 2012 um 14,6 Punkte. Der ZEW-Erste Group Bank Konjunkturindikator CEE liegt somit auf der 0,0 Punkte-Marke. Der Rückgang des Indikators resultiert größtenteils (minus 10,3 Punkte) aus den Einschätzungen, die nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse in Griechenland abgegeben wurden. Der ZEW-Erste Group Bank Konjunkturindikator CEE spiegelt die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für die CEE-Region auf Sicht von sechs Monaten wider. Er wird seit dem Jahr 2007 monatlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, mit Unterstützung der Erste Group Bank, Wien, gemeinsam mit anderen Finanzmarktdaten erhoben.

Die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der CEE-Region verschlechtert sich im Juni geringfügig. Der entsprechende Indikator sinkt um 2,8 Punkte auf ein Niveau von minus 0,1 Punkten.

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone haben sich in Juni ebenfalls deutlich verschlechtert. Der entsprechende Indikator sinkt um 19,2 Punkte und rangiert nun bei minus 10,1 Punkten. Die Verschlechterung ist größtenteils auf die Einschätzungen zurückzuführen, die vor den Wahlen in Griechenland abgegeben wurden. Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Eurozone wird von den befragten Finanzmarktexperten ebenfalls schwächer beurteilt als noch im Vormonat. Der entsprechende Indikator sinkt um 14,5 Punkte auf minus 66,7 Punkte.

Informationen zu weiteren Indikatoren der CEE-Region, der Eurozone, den einzelnen, von der Umfrage abgedeckten CEE-Ländern sowie zu Österreich finden Sie in der Tabelle am Ende der Pressemitteilung. Bei der Berechnung der Indikatoren für die CEE-Region, die Eurozone und die Türkei werden die Antworten aller Umfrageteilnehmer berücksichtigt. Nicht einbezogen werden die türkischen Teilnehmer an der Umfrage bei der Berechnung der Indikatoren für die einzelnen CEE-Länder sowie Österreich, da es ansonsten aufgrund ihres hohen Anteils an den Befragungsteilnehmern insgesamt zu erheblichen Verzerrungen der Ergebnisse kommen würde.

Ablauf der Umfrage und Methodologie:

Der Finanzmarkttest CEE ist eine monatliche Umfrage unter Finanzmarktexperten, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, mit Unterstützung der Erste Group Bank AG, Wien, seit Juni 2007 durchführt. Ziel der Umfrage ist es, Indikatoren für das allgemeine Konjunkturklima für die Region Mittel- und Osteuropa (CEE) sowie Österreich zu entwickeln. Zur CEE-Region zählen Bulgarien, Kroatien, die Tschechische Republik, Ungarn, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Slowenien und seit Oktober 2010 die Türkei.

Im Einzelnen werden die Finanzmarktexperten nach der Beurteilung der aktuellen konjunkturellen Lage sowie nach ihren mittelfristigen Erwartungen für die entsprechenden Volkswirtschaften befragt sowie nach ihrer Einschätzung hinsichtlich der Entwicklung der Inflationsrate, der kurz- und langfristigen Zinsen, der Aktienkurse und der Wechselkurse auf Sicht von sechs Monaten. Die Experten geben bei ihren Antworten qualitative Tendenzeinschätzungen bezüglich der Veränderungsrichtung ab. Detaillierte Ergebnisse zu den einzelnen mittel- und osteuropäischen Staaten sowie zu Österreich enthält der "Financial Market Report CEE", der monatlich erscheint.
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