Freitag, 24. Februar 2017


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Stabile bis moderat steigende Preise erwartet

ZEW/ProgTrans-Umfrage unter Transportmarktexperten

(lifePR) (Mannheim, ) In den meisten Verkehrszweigen der deutschen Transportwirtschaft ist im nächsten halben Jahr mit einer Zunahme des Transportaufkommens und stabilen bis moderat steigenden Preisen zu rechnen. Tendenziell preissteigernd wirken insbesondere die wieder leicht anziehenden Kraftstoffpreise und die sich konsolidierende Transportmengenentwicklung. Letztere eröffnet den Transportunternehmen in den Märkten, in denen aufgrund von Überkapazitäten starker Wettbewerb herrschte, wieder leichte Preiserhöhungsspielräume. Dies ist das Ergebnis des TransportmarktBarometers ProgTrans/ZEW im ersten Quartal 2010. Bei dieser Erhebung befragen die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, vierteljährlich rund 300 Spitzenkräfte aus der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft nach ihrer Einschätzung der Entwicklung auf den Transportmärkten.

Das Ergebnis der Befragung im ersten Quartal 2010 erhärtet den bereits seit dem Spätsommer 2009 bestehenden Eindruck, dass die Talsohle des durch die Wirtschaftskrise bedingten Transportmengeneinbruchs bei den meisten Verkehrszweigen der deutschen Transportwirtschaft durchschritten sein dürfte. Allerdings sind die Erwartungen der Experten für die einzelnen Transportzweige und für die verschiedenen Relationen zum Teil recht unterschiedlich.

Im Straßengüterverkehr, bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP-Dienste) sowie im Kombinierten Verkehr schätzen die Befragten die Transportmengenentwicklung recht zuversichtlich ein. Beim Schienengüterverkehr und vor allem bei der Binnenschifffahrt sind sie dagegen zurückhaltender. Am optimistischsten werden die Perspektiven für die Luft- und Seefracht eingeschätzt. In Bezug auf die einzelnen Transport-Relationen schneiden die Binnenfernverkehre sowie die grenzüberschreitenden Westeuropa- und interkontinentalen Verkehre günstiger ab, während die Erwartungen für die Osteuropaverkehre eher gedämpft sind.

Die Einschätzungen zur Preisentwicklung im kommenden halben Jahr sind für die einzelnen Verkehrsträger und Relationen teilweise zwar recht unterschiedlich, generell tendieren sie aber in Richtung eines leichten Preisanstiegs. Bei den Luft- und vor allem bei den Seefrachtraten sind die Erwartungen eines Preisanstiegs am deutlichsten. Eine klare Tendenz zu steigenden Preisen zeigt sich nach Einschätzung der Experten auch beim Straßengüterverkehr und im Kombinierten Verkehr. Bei den KEP-Diensten und im Schienengüterverkehr ist diese Tendenz dagegen etwas weniger stark ausgeprägt. Vergleichsweise uneinheitlich ist das Bild bei der Binnenschifffahrt.

Das TransportmarktBarometer von ProgTrans/ZEW

Die ProgTrans AG, Basel, und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, befragen seit 1998 vierteljährlich 300 Spitzenkräfte der Transportwirtschaft und der Verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Transportmärkte. Die Experten werden um eine Prognose dazu gebeten, ob auf Sicht von sechs Monaten das Transportaufkommen und die Transportpreise (stark/schwach) steigen, (stark/schwach) sinken oder unverändert bleiben. Betrachtet werden im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr nach West- und Osteuropa die Transportbereiche: Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr, Binnenschifffahrt, Kombinierter Verkehr, Kurier-, Express- und Paketdienste. Weiterhin schätzen die Experten die Entwicklung bei Luft- und Seefracht von Deutschland in andere europäische Staaten sowie auf den Routen nach Nordamerika und in die Asien/Pazifik-Region ein.

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