Koalitionsvertrag: Importverbot von Wildfängen gefährdet Artenschutz

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) hat Position auf seinem Parlamentarischen Abend in Berlin vor 130 Politikern und Medienvertretern bekräftigt

(lifePR) ( Langen in Hessen, )
Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hat seine Kritik an dem im Koalitionsvertrag thematisierten Importverbot von Wildfängen auf seinem Parlamentarischen Abend am 26. November wiederholt. "Ein generelles Verbot des Handels mit Wildfängen würde die Biotope dieser Arten gefährden und so deren Rückgang bis hin zum Aussterben beschleunigen, Entwicklungshilfe behindern sowie das Niveau der Biodiversitäts-Forschung um Jahrzehnte zurückwerfen", betonte ZZF-Präsident Norbert Holthenrich vor mehr als 130 Politikern und Medienvertretern im Zoo-Aquarium Berlin.

Mitglieder des Geschäftsführenden Präsidiums des ZZF nutzten die Gelegenheit, in einer Podiumsdiskussion und anschließenden Einzelgesprächen den gesellschaftlichen Nutzen der Heimtierhaltung herauszustellen. "Die Freude an Tieren ist in Deutschland weit verbreitet: In jedem dritten Haushalt leben Menschen mit Heimtieren. Ein Verbot der Einfuhr von Wildfängen würde die Grundlagen vor allem der Hobbys Aquaristik und Terraristik zerstören, die von Millionen Heimtierbesitzern verantwortungsvoll ausgeübt werden. Nachzuchtbemühungen würden behindert, da bei vielen Heimtierarten die Nachzuchtpopulation noch recht klein ist und ohne gelegentliche Einkreuzung von Wildfängen Inzuchtdepressionen drohen", sagte Norbert Holthenrich.

Der ZZF fordert aus Tierschutzgründen, dass Tierfreunde in Deutschland aus einem möglichst breiten Spektrum die passende Art für die Heimtierhaltung aussuchen können. So vielfältig die Menschen in unserem Land sind, so vielfältig sollten auch ihre Heimtiere sein.

Der Fang von Vivarientieren auf der Grundlage biologischer Nachhaltigkeit ermöglicht in strukturarmen Ländern ein Einkommen aus der Natur. Der Handel mit beliebten Aquarienfischen trägt dazu bei, dass diese nicht aussterben. Viele Fischarten, wie beispielsweise die Haibarbe, der Rote von Rio oder der Kardinalfisch, kommen aufgrund von Umweltzerstörung in der Wildnis nicht mehr vor oder sind gefährdet, werden aber noch in der Aquaristik vermehrt. Die fachkundigen Halter von Kleintieren wie Ziervögeln, Kleinsäugern, Wirbellosen, Korallenfischen, Reptilien und Amphibien beschreiben neu entdeckte und importierte Tierarten und sind die Basis der Biodiversitäts-Forschung. Ein Handelsverbot mit Wildfängen würde diese Forschung erheblich behindern.
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