Freitag, 23. Februar 2018


Cancun nur Zwischenschritt für internationale Klimapolitik

Umweltpolitischer Sprecher des ZdK zu Ergebnissen des Weltklimagipfels

Bonn, (lifePR) - "Der Weltklimagipfel in Cancun hat zwar die notwendigen Beschlüsse zur Bekämpfung des Klimawandels nicht in Form einer verbindlichen Festlegung der CO2-Reduktionen der großen CO2-Emittenten gefällt, es ist jedoch zu begrüßen, dass ein Anschlussabkommen zum Kyotoprotokoll weiter verhandelt werden soll", stellt der umweltpolitische Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Michael Lentze, zu den Ergebnissen von Cancun fest.

"Das Kyotoprotokoll ist die wichtigste rechtliche Legitimationsgrundlage für alle nationalen, europäischen und internationalen Klimainitiativen wie z.B. den Emissionshandel. Deshalb müssen die Regierungen eine Fortsetzung des Protokolls mit rechtlich verbindlichen Zielen für alle Staaten ernsthaft anstreben", fordert Lentze. Die Überwindung einzelner nationaler Interessen zugunsten des internationalen Klimaschutz und eine stärkere Kooperationsbereitschaft der Industrieländer seien notwendig, um die Entwicklungs- und Schwellenländer für ein internationales verbindliches Abkommen zu gewinnen.

Lentze lobt das Engagement Deutschlands bei den internationalen Klimaschutzverhandlungen. "Durch die Zusage, bis 2020 die Treibhausgasemissionen um 40% zu senken und die gesamten Erlöse aus Emissionszertifikaten ab 2013 für den Klimaschutz zu verwenden, hat Deutschland eine wichtige Vorreiterrolle eingenommen und insbesondere die Verhandlungen um einen Klimaschutzfond mit vorangebracht. Es muss sich aber jetzt auch daran messen lassen, diese Ziele konsequent in nationale Politik umzusetzen", fordert Lentze.

Zudem hebt er hervor, dass die weitgehende Einigung auf einzelne Maßnahmen, wie die Einrichtung eines Grünen Klimafonds oder auf Regelungen für den Waldschutz, wichtige einzelne Schritte seien, die dazu dienen sollten, das notwendige Vertrauen zwischen den Staaten zu schaffen. Ohne gegenseitiges Vertrauen werde es nicht zu einer tragfähigen und zielorientierten Klimaschutzpolitik kommen.

"So wichtig auch die Lösung bestimmter Einzelfragen ist, man darf nicht vergessen, dass es beim Klimaschutz um das Überleben von Millionen von Menschen geht. Ein internationales Klimaschutzabkommen mit dem verbindlichen Ziel, die Erwärmung des Klimas auf maximal 2 Grad zu begrenzen ist daher auch aus Gründen der Gerechtigkeit unverzichtbar", gibt Lentze abschließend zu bedenken.

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