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Pressemitteilung BoxID: 540043 (Zentralkomitee der deutschen Katholiken)
  • Zentralkomitee der deutschen Katholiken
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  • 53175 Bonn
  • https://www.zdk.de
  • Ansprechpartner
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An den Glaubenssinn des Gottesvolkes anknüpfen

ZdK-Vollversammlung beschließt Erklärung zur Familiensynode

(lifePR) (Bonn, ) In seiner heute von der Vollversammlung in Würzburg beschlossenen Stellungnahme "Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen" wirbt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) für eine pastorale Haltung der Kirche, die sich bemüht, mit der "Spannung zwischen dem päpstlichen Lehramt und der Lebenswelt der Katholiken konstruktiv umzugehen". Mit Blick auf die im Oktober stattfindende Weltbischofssynode heißt es in der Erklärung wörtlich: "Die kirchliche Lehre muss im Dialog mit den Gläubigen unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Lebenswelt weiterentwickelt werden."

Das ZdK appelliert an die Bischöfe, nach Wegen zu suchen, wie das Modell der christlichen Ehe und Familie den Gläubigen Orientierung und Hilfe für verbindliche Partnerschaften und Generationenbeziehungen bieten könne. Seit jeher setze sich das ZdK aktiv für die Stärkung der Familie und ihre Interessen in Politik und Kirche ein. In diesen Kontext gehörten "auch nichteheliche Formen von verbindlich gelebter Partnerschaft und von Generationenverantwortung, die einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten", so die katholischen Laien. "Familien und Partnerschaften sollten in ihrer Vielfalt von der Seelsorge der Kirche angesprochen und begleitet werden."

Das ZdK stellt sich ausdrücklich hinter Papst Franziskus, der mit der Befragung aller Katholikinnen und Katholiken und der von ihm ausgerufenen pastoralen Wende einen "mutigen Weg" eingeschlagen habe, der nun von den Bischofskonferenzen zu konkretisieren sei. Die Kirche müsse den Mut haben, alle Gläubigen, unabhängig von ihrer Lebensform, zum Miteinander einzuladen, "damit sie in der Gemeinschaft der Kirchengemeinde eine Heimat finden können."

So plädiert die Laienvertretung unter anderem für eine veränderte Haltung in lange tabuisierten Fragen der Sexualethik, der Bewertung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften und der vollen Einbindung von geschiedenen und zivil wiederverheirateten Gläubigen.

In den Beratungen bei der Familiensynode seien die Bischöfe gefordert, an den Glaubenssinn des ganzen Gottesvolkes anzuknüpfen, so das ZdK. Es sei an der Zeit, "zwischen der Lehre der Kirche zu Ehe und Familie und der heutigen Lebenswelt der Gläubigen Brücken zu bauen".