Dienstag, 24. Oktober 2017


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Weitere Pannen im Fall Mannichl

Hamburg, (lifePR) - Bei den Ermittlungen nach der bis heute ungeklärten Messerattacke auf den Passauer Polizeidirektor Alois Mannichl hat es mehr Ermittlungsfehler gegeben, als bisher bekannt war. Der Polizeidirektor war am 13. Dezember 2008 direkt vor seiner Haustür niedergestochen worden, nach eigener Aussage von einem Täter aus dem rechtsextremen Milieu. Kurz nach der Tat hatten Ermittler jedoch versäumt, bei dem Opfer DNA-Material unter den Fingernägeln zu sichern, obwohl Mannichl gleich ausgesagt hatte, er habe mit dem Täter gerangelt. DNA-Material unter seinen Nägeln hätte eine entscheidende Spur sein können. Der Leiter der Ermittlungen, Oberstaatsanwalt Helmut Walch, räumt das Versäumnis ein: "Das ist nicht gemacht worden", bestätigte er der ZEIT.

Zudem fahndete die Polizei offensichtlich zunächst nur in Bayern obwohl der Tatort Fürstenzell keine 15 Autominuten von der österreichischen Grenze entfernt liegt und Mannichl davon gesprochen hatte, dass der Täter seine "Grüße vom nationalen Widerstand" in "bayerischem Dialekt mit österreichischer Einfärbung" formuliert hatte. Die dringende Bitte, eine Sofortfahndung einzuleiten, so heißt es von Ermittlern, erreichte die österreichische Polizei aber erst gut zwei Stunden nach der Tat und damit viel zu spät. Konfrontiert mit dieser Panne, sagte Oberstaatsanwalt Walch der ZEIT, das "könnte richtig sein". Offiziell gibt es bis heute "keine Anhaltspunkte", wer der Täter in dem Fall, der für bundesweites Aufsehen sorgte, sein könnte. Eine Beziehungstat schließt die Staatsanwaltschaft mittlerweile allerdings aus.

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