Dienstag, 26. September 2017


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Deutsche Studien-Gutachter wehren sich gegen Kritik

Hamburg, (lifePR) - Das oberste Gremium zur Begutachtung der Qualität von Studiengängen in Deutschland, der Akkreditierungsrat, hat die anhaltende öffentliche Kritik an seiner Arbeit zurückgewiesen. Die Akkreditierung neuer Studiengänge sei ein enormer Fortschritt gegenüber früheren Zeiten, in denen Ministerialbeamte im Alleingang und ohne Fachkenntnis über die Zulassung entschieden hätten, sagte der Geschäftsführer des Rates, Achim Hopbach, in der ZEIT. "Heute sitzen in den Kommissionen Professoren, Studenten und Berufsvertreter beieinander, alles Experten, die wissen, was in ihrem Fach ein gutes Studium ausmacht."

Der Akkreditierungsrat ist in Deutschland das oberste Gremium der Qualitätsüberprüfung von Studiengängen. Zuletzt hatte der Deutsche Hochschulverband, die Interessenvertretung der Professoren, zu einem Boykott der aus seiner Sicht überbürokratischen Verfahren aufgerufen. Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) hatte die Akkreditierung in ihrer bisherigen Form sogar für gescheitert erklärt.

Hopbach sagte, die erhobenen Vorwürfe seien "Unsinn". Es sei zwar leicht, die Schuld auf den Rat zu schieben, dabei seien für die Probleme eben jene verantwortlich, die das Gremium jetzt kritisierten: "Wenn wir die Nichteinhaltung von Vorgaben monieren müssen, dann, weil die Kultusministerkonferenz und die Landesregierungen sie so wollen und die Hochschulen nicht in der Lage waren, sie von vornherein in ihren Studiengängen zu berücksichtigen." Formale Vorgaben seien "sicher kein Steckenpferd" der Prüfer.

Allerdings übte sich Hopbach auch in Selbstkritik. "In den ersten Jahren wurden Studiengänge akkreditiert, die es so nicht geben dürfte. Da hatten selbst die Prüfer noch nicht verstanden, wie eine sinnvolle Modulstruktur aussehen muss, die nicht zu einem Prüfungs-Klein-Klein führt." Mittlerweile jedoch seien die Probleme erkannt und abgestellt, betonte der Geschäftsführer des Akkreditierungsrats.

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