Freitag, 24. November 2017


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Werbebranche bietet weiter viele Jobs

ZAW Arbeitsmarktanalyse mit der Halbjahresbilanz 2017

Berlin, (lifePR) - Bereits das vierte Jahr in Folge weist die Arbeitsmarktanalyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft ZAW positive Zahlen für die Branche aus. Auch wenn die leicht abgeänderte Erhebungssystematik einen direkten Vergleich zu den Vorjahren ausschließt, sind die Werte eindeutig und zeigen ein unverändert deutliches Plus in allen erfassten Bereichen. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 3.696 Jobs in der Werbe-branche angeboten, die meisten entfielen auf die Agenturen mit fast drei Vierteln.

Klassische Agenturberufe bleiben gefragt

Deutlich vorn sind daher in der ZAW-Statistik klassische Agenturberufe zu finden. Grafiker und Mediendesigner (362 Jobangebote), Art-Director (272), Kontakter (213), Texter (205) oder Planner (89) werden weiter überdurchschnittlich gesucht. Auch Fachleute für Marketing und Werbung (589), Account Manager (429) und Mediaexperten (237) - hier vor allem Mediaberater - sind sehr gefragt.

Anzeigenfachleute (124) sind in der ZAW-Statistik im vorderen Bereich auf Platz 9 zu finden und werden von werbenden Unternehmen, Medien und Agenturen gleichermaßen gesucht. Anders die Stellenofferten für Web-/Mobile-Developer (242) und Content-Experten (51): Sie kommen fast ausschließlich von den Agenturen.

Statistisch gesehen sind 73 Prozent der Jobangebote von den Agenturen ausgeschrieben, 18 Prozent von den werbenden Unternehmen und 9 Prozent von den Medien. Bei den werbenden Unternehmen sucht vor allem der stationäre Handel Werbefachleute, bei den Medien stehen die Zeitungen vor den Fachverlagen auf Platz 1.

Arbeitslosenquote sinkt weiter

Auch die Arbeitslosenzahlen gehen weiter zurück: Die Bundesagentur für Arbeit weist 23.558 Arbeitslose im Bereich Werbung und Marketing im Juni 2017 aus zu 24.304 Personen im Vorjahresmonat. Dies bedeutet ein Minus von rund 3 Prozent.

Umworbene Fachleute

„Die Werbebranche ist auch aufgrund ihrer Kreativität ein in jeder Hinsicht attraktiver Arbeitgeber. Junge Leute, Ältere und Quereinsteiger sind gleichermaßen interessiert“, kommentiert Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des ZAW, die Ergebnisse der neuen Marktanalyse. „Nochmals mehr Jobofferten spiegeln gleichzeitig den Wachstumskurs der Werbewirtschaft.“ Parteina stellt aber weiter fest: „Auch in der Werbewirtschaft wird es zunehmend schwieriger, Fachleute für Stellen mit hohem Anforderungsprofil zu finden. Diese Entwicklung trifft uns und andere Branchen gleichermaßen.“

Zahl der Werbeagenturen in Deutschland

Laut aktueller Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts (destatis) gibt es 29.244 Werbeagenturen in Deutschland, mit enthalten in dieser Zahl sind auch die Mediaagenturen.

In den neun Umsatzkategorien, die destatis angibt, erzielen in der untersten Kategorie 10.173 Agenturen einen Umsatz bis 50.000 Euro. In der obersten Kategorie mit 10 Mio. Euro Umsatz und mehr sind 208 Agenturen zu finden.

In den 29.244 Agenturen arbeiten 170.131 abhängig Beschäftigte, insgesamt weist destatis 200.443 in den Agenturen tätige Personen aus. Auch im Beschäftigtenbereich teilt destatis in 9 Kategorien ein: Danach gibt es 14.340 1-Personen-Agenturen; an der Spitze beschäftigen 34 Agenturen 500 Mitarbeiter und mehr.

ZAW-Umfrage Durchschnittsgehälter in Zeitungsverlagen       

Mit Unterstützung des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger BDZV hat der ZAW in den vergangenen Monaten eine Gehälter-Umfrage zu den Werbeabteilungen in Zeitungsverlagen durchgeführt. Auf Basis der Berufe in der ZAW-Stellenangebotsanalyse wurde nach den Gehältern für Anzeigenfachberater, Anzeigenverkäufer, Mediaberater, Kampagnenmanager und Marketingfachleute jeweils bezüglich des Einstiegsgehalts sowie des Salärs nach 5 Jahren gefragt. Der ZAW hat den Median ermittelt und festgestellt, dass die Gehälter nach 5 Jahren in allen Berufen im deutlich zweistelligen Bereich gewachsen sind, von 21 über 25 bis 30 Prozent. So können Anzeigenfachberater als Einstiegsgehalt jährlich 33.500 Euro und nach 5 Jahren bereits 43.620 Euro verdienen, Anzeigenverkäufer zunächst 36.180 Euro, nach 5 Jahren bereits 45.200 etc. Interessant auch die Mitarbeiterzahl in der Werbung: Sie variiert von 1 Beschäftigten in kleineren Verlagen bis zu 141 in großen.

Zur ZAW-Trendanalyse

Die Trendanalyse des ZAW umfasst die Auswertung von Jobangeboten in ausgewählten Medien und auf ausgewählten Websites. Nicht erfasst werden Jobmessen, soziale Netzwerke oder Job-Portale.

Die Tabellen „Stellenangebote“ (nach Berufen und Gruppen) und die Grafiken „Arbeitslose“ sowie „Gehälter in der Werbung, Zeitungsverlage“ sind abrufbar unter http://www.zaw.de/zaw/presse/pressemeldungen

ZAW Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ist die Dachorganisation von 42 Verbänden der am Werbegeschäft beteiligten Kreise. Er vertritt die Interessen der werbenden Unternehmen, des Handels, der Medien, der Werbeagenturen sowie der Werbeberufe und der Marktforschung. Er ist die gesamthafte Vertretung der Werbewirtschaft in Deutschland. Zur Dachorganisation gehört auch der Deutsche Werberat, die zentrale Werbeselbstkontrolleinrichtung in Deutschland.

Der ZAW repräsentiert Investitionen in kommerzielle Kommunikation von 45 Mrd. Euro. Davon fließen 26 Mrd. Euro in die Werbung, inklusive 15,4 Mrd. Euro Netto-Werbeeinnahmen der Medien. In Deutschland sind rund 900.000 Beschäftigte in den Arbeitsbereichen der Marktkommunikation tätig.

Werbung fördert Wirtschaftswachstum und Wohlstand, sie realisiert Innovationen und ist positiv mit der Qualität von Produkten verknüpft. Diese Zusammenhänge wurden 2016 erstmals in der umfassenden Studie von DIW Econ "Die ökonomische Bedeutung der Werbung" empirisch-wissenschaftlich nachgewiesen. Auftraggeber waren ZAW und GWA.

Dabei setzt sich der ZAW für die Freiheit der kommerziellen Kommunikation als einer unabdingbaren Voraussetzung für den im Interesse der Unternehmen und der Verbraucher liegenden unverfälschten und fairen Wettbewerb ein. Werbung und kommerzielle Kommunikation sind zugleich unverzichtbare Grundlage für die Finanzierung vielfältiger, unabhängiger Medien und somit ein wesentlicher Faktor für ein freiheitliches, demokratisches und verantwortungsbewusstes Gemeinwesen - in Deutschland wie auch in Europa.

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