Kranke Zähne, kranker Körper?

Wie sich bestimmte Beschwerden auf die Mundgesundheit auswirken

(lifePR) ( Düsseldorf, )
Unser Körper besteht aus Millionen von Zellen, die miteinander ein lebensfähiges und gesundes System bilden. Nicht verwunderlich also, dass sich schon kleinste Störungen auf den gesamten Organismus auswirken. Beschwerden wie Diabetes oder Nasennebenhöhlenentzündungen führen beispielsweise zu Problemen des Zahnhalteapparats. "Und auch die Einnahme bestimmter Medikamente beeinflusst unsere Mundgesundheit", weiß Dr. Christoph Sliwowski, Leiter der Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf am St. Vinzenz-Krankenhaus.

Geschwächte Abwehrkräfte

In Deutschland gibt es circa vier Millionen Diabetiker, die häufiger an einer Durchblutungsstörung oder Infektion leiden als gesunde Menschen. Durch das geschwächte Immunsystem wehrt sich der Körper nicht mehr ausreichend gegen Bakterien in der Mundflora, sodass sogar schon leichte Plaque zu Entzündungen führt. "Schreiten Schäden des Zahnhalteapparats ungewöhnlich schnell voran und lindert eine entsprechende Therapie Beschwerden nicht, sollten sich Betroffene frühzeitig auch auf andere Krankheiten untersuchen lassen", erklärt Dr. Sliwowski. Auch zunächst unscheinbare Anzeichen wie regelmäßiges Zahnfleischbluten, ein gerötetes Zahnbett oder übermäßiger Zahnstein weisen in einigen Fällen auf eine Diabeteserkrankung hin. Treten diese Symptome verstärkt auf, gilt es daher, einen Experten aufzusuchen.

Begleiterscheinungen durch Medikamente

Dass die gleichzeitige Einnahme verschiedener Arzneimittel zu Wechselwirkungen führen kann, steht meist auf der Packungsbeilage. Dabei beschränken sich die körperlichen Beschwerden nicht nur auf Magenkrämpfe oder Kopfweh. "So beeinflussen etwa sogenannte Bisphosphonate, die gegen altersbedingte Osteoporose verabreicht werden, den gesamten Knochenstoffwechsel", sagt Dr. Sliwowski. "In der Folge heilen beispielsweise gesetzte Implantate schlechter ein, da sich künstliche Wurzel und Kieferknochen nur sehr langsam miteinander verbinden." Darüber hinaus können einige Medikamente Mundtrockenheit hervorrufen und durch den verminderten Speichelfluss das Risiko für Karies und Parodontose erhöhen. Vor einer jeden Behandlung sollten Arzt und Patient sich also über regelmäßige Medikamentengabe austauschen, um den Therapieplan individuell darauf abzustimmen.

Ausstrahlende Beschwerden

Menschen, die unter Zahnschmerzen leiden, suchen in der Regel zeitnah einen Zahnarzt auf, um die Ursache zu beseitigen. "Oftmals deuten Beschwerden auch auf Erkrankungen in anderen Körperregionen hin", betont Dr. Sliwowski. "Im Fall von Migräne sorgt beispielsweise der sogenannte Trigeminusnerv dafür, dass Schmerzreize über die Augen bis hin zum Ober- und Unterkiefer ausstrahlen. Betroffene spüren dann einen vom Gehirn vorgetäuschten dumpfen Druck im Kieferbereich, dessen Ursprung jedoch nicht im Mund liegt." Derselbe Effekt ergibt sich auch bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, einer Mittelohrentzündung und bei einigen sogar schon bei einer leichten Erkältung. Lassen sich Zahnbeschwerden nicht sofort erfolgreich behandeln, rät Dr. Sliwowski allgemein zu einer Kontrolluntersuchung, um andere Ursachen von vornherein auszuschließen.
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