Dienstag, 21. Februar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 152169

WWF begrüßt neue EU-Zielsetzung zum Schutz der Biologischen Vielfalt

(lifePR) (Frankfurt, ) Die Umweltminister der EU haben sich heute auf das Ziel geeinigt, den Verlust der Biologischen Vielfalt und die Zerstörung von Ökosystemen bis 2020 zu stoppen. Der WWF begrüßt die Entscheidung und erinnert zugleich daran, dass bereits 2001 ein ähnlicher Beschluss gefällt wurde, ohne dass auf dem Gebiet des Naturschutzes entscheidende Fortschritte erzielt worden wären. "Die EU wird ihr Ziel nur erreichen, wenn es gelingt, den Erhalt der Biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen in wesentliche Politikbereiche wie die Agrar- und Wirtschaftspolitik zu integrieren", so Günter Mitlacher, Referent für Biologische Vielfalt beim WWF Deutschland. Ohne Unterstützung auf hohem politischem Niveau werde es nur bei Lippenbekenntnis bleiben.

Die Welt sehe sich derzeit mit drei globalen Krisen konfrontiert: Neben der Finanzkrise und dem Klimawandel, stelle der voranschreitende Verlust an biologischer Vielfalt die größte Herausforderung dar. Der WWF kritisiert das Fehlen eines klaren Bekenntnisses zur Bewahrung der Biologischen Vielfalt im Entwurf der EU-Kommission für ein europäisches Zukunftsprogramm unter dem Namen "EUROPA 2020 - eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum (kurz: EU 2020-Strategie), das die europäischen Staatschefs am 25 und 26. März beschließen wollen. Während die EU bei Finanz- und Klimaschutzthemen zumindest versuche, Antworten zu finden, werde der Verlust an Biodiversität in der Strategie von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso völlig ignoriert. Dieser Fehler müsse nach dem klaren Beschluss der EU-Minister behoben werden.

"Die Reinigung von Böden und Wasser, die Speicherung von Kohlendioxid durch Wälder und Ozeane oder die Bereitstellung von Nahrung oder Medikamenten, die auf natürlichen Inhaltsstoffen beruhen, sind unbezahlbar", betont Günter Mitlacher vom WWF. Dennoch friste Natur- und Artenschutz auch in der EU nach wie vor ein Schattendasein. Überfällige Investitionen in die ökologische Infrastruktur, etwa in die Renaturierung von Flußauen oder die Anlage von Naturwäldern werden als Luxus abgestempelt und verschleppt. Stattdessen klammere man sich an überholte Konzepte. Bestes Beispiel sei eine völlig verfehlte Subventionspolitik in der EU. Der WWF Deutschland fordert den drastischen Abbau Umwelt zerstörender Subventionen, z.B. für die Landwirtschaft und die Fischerei, und schnelle Fortschritte hin zu einer "Green Economy" der EU.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Weltweit 92 neue Wasserstoff-Tankstellen im Jahr 2016

, Energie & Umwelt, TÜV SÜD AG

92 neue Wasserstoff-Tankstellen wurden 2016 weltweit eröffnet – so viele wie nie zuvor. Inklusive der vier Anfang 2017 eröffneten Tankstellen...

Gemeinsam stark im Artenschutz

, Energie & Umwelt, Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) ist Mitglied der Naturschutzinitiativ­e e.V. geworden. Die GRD wurde vor über 25 Jahren...

GGEW-SYMPOSIUM: DIE ZUKUNFT DER ENERGIEWIRTSCHAFT

, Energie & Umwelt, GGEW, Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße Aktiengesellschaft

Ein Elektroauto, ein Roboter, eine Multimedia-Reise ins Jahr 2027 sowie Ausblicke und innovative Visionen – beim GGEW-Symposium am 17. Februar...

Disclaimer