Sonntag, 19. November 2017


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Neue Heimat Ruhr: Gesucht: Fotos zur regionalen Einwanderungsgeschichte

Großprojektionen und eine große Ausstellung im Herbst an sinnvollen Orten www.neueheimat.ruhr sammelt Werke von Profis, Studenten und Amateuren

Gelsenkirchen, (lifePR) - "Die Integration von Menschen anderer Kulturen stellt heute den Zusammenhalt in der Gesellschaft vor große Aufgaben. Sie wird im Ruhrgebiet aber schon seit vielen Jahren gelebt und kann an vielen Stellen als vorbildlich beschrieben werden", sagt Pixelprojekt-Leiter Peter Liedtke. Um diese Entwicklung zu dokumentieren, sucht das Pixelprojekt_Ruhrgebiet für das Projekt neueheimat.ruhr aktuelle und historische Aufnahmen, die sich mit der Einwanderungsgeschichte der Region befassen. Bildautorinnen und -autoren sind eingeladen, sich mit ihren fotografischen Positionen bis Dienstag, 5. September, digital unter kontakt@fotoprojekte-liedtke.de zu bewerben. Willkommen sind Fotografien von jedermann - egal ob Profi, Student oder Amateur. Zusätzlich zu der Aufnahme in die Online-Bildergalerie auf www.neueheimat.ruhr sollen alle Serien im Herbst an verschiedenen Orten des Ruhrgebiets als großformatige Projektionen gezeigt werden. Geplant ist außerdem eine große Ausstellung ab November im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Ehemalige Gastarbeiter, Asylsuchende, Spätaussiedler, Kontingentflüchtlinge, Kriegsflüchtlinge oder Zuwanderer aus neuen EU-Staaten - alle diese Menschen bringen ihre eigene Lebensgeschichte und festen Traditionen mit in ihre neue Heimat. Was sie gemeinsam haben ist, dass sie alle ein neues Zuhause im Ruhrgebiet gefunden haben. Das macht die Region zu einem der größten multikulturellen Schmelztiegel in Deutschland. Wie die Entwicklung einer solch bunten Gesellschaft aussehen kann, dokumentiert das Projekt neueheimat.ruhr. Anfang 2017 wurde der digitale Bildtank auf www.neueheimat.ruhr mit aktuellen und historischen Serien angelegt.

"Mit neueheimat.ruhr reagieren wir weiter auf die immer noch vorhandene aktuelle Flüchtlingsdiskussion. Wir wollen zeigen, dass man politische Bildung auch durch Kunst initiieren kann", sagt Liedtke.

Neu ist, dass alle Arbeiten erstmalig nicht nur im Netz sondern auch an öffentlichen Stellen in der Region zu sehen sein werden: Großformatige Projektionen an möglichst sinnstiftenden Orten bringen im September und Oktober nach Einbruch der Dunkelheit die Auseinandersetzung mit dem Thema Integration noch direkter zu den Menschen und in die Öffentlichkeit. Neben den Neuaufnahmen werden hier auch die bereits ins Projekt eingestellten Bilder bekannter Fotografen gezeigt. Zu sehen sind zum Beispiel die historischen Schwarz-Weiß-Bilder von Hans Rudolf Uthoff, der als Außenstehender Anfang der 1960er Jahre Türken bei ihrer Reise von der Türkei nach Bochum fotografiert hatte. Auch Fotos "von innen", von Fotografen, die sich mit ihren eigenen Ethnien auseinandersetzen, sind dabei: wie Fatih Kurceren (Serien: "Türken", "Auf der Straße" und "Opferfest in Duisburg Meiderich") und Kim Sperling (Serie: "Kyopo" zur koreanischen Migration).

Sogar Stars wie der New Yorker Fotograf Duane Michals oder der sechsfache World Press Award Gewinner Henning Christoph haben bisher ihre Fotoserien beigesteuert.

Für den November ist dann eine große Ausstellung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen geplant. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Diskussionsrunde zum Thema "Die Kraft der Bilder und die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Veränderung". "Ich hoffe auf eine rege Beteiligung, überraschende Positionen, knallige aber auch sensible und subjektive Bildsprachen", sagt Liedtke.

Die Aktionen werden durch das Kulturministerium NRW, die Sparkasse Gelsenkirchen, das Kulturamt der Stadt Gelsenkirchen sowie den Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet ermöglicht.

Pixelprojekt_Ruhrgebiet sammelt fotografische Bilder, die im Laufe von Jahrzehnten als Produkt der seriellen Auseinandersetzung einzelner Fotografinnen und Fotografen mit Themen der Region entstanden sind. Das Projekt ordnet diese als Bildserien, bringt sie in eine thematische und chronologische Struktur und macht sie auf einer Internetseite überhaupt erst sichtbar. Neben Ökologie sind Soziales, Kultur, Stadt, Wohnen, Sport, wirtschaftlicher Wandel und vor allem die Menschen der Region die Hauptthemen.

Pixelprojekt_Ruhrgebiet wird gefördert und möglich gemacht durch: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Sparkasse Gelsenkirchen, Stadt Gelsenkirchen, Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Gelsennet, Ruhr Museum, werkbund nrw, Kulturserver NRW, Förderverein Pixelprojekt_Ruhrgebiet, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur.

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