Sonntag, 28. Mai 2017


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Nahezu alle Heimtiere sind Exoten

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe stellt richtig: Fast alle Heimtiere sind Exoten / ZZF für Selbstbeschränkungen im Zoofachhandel / Haltung gefährlicher Tiere einschränken / Symposium für Zoofachleute und Tierärzte

(lifePR) (Wiesbaden, ) Tierhalter und Tierschützer sind sich oft nicht einig, ob "exotische Tiere" als Heimtiere geeignet sind. Die einen verstehen unter dem Begriff "exotisch" ungewöhnliche Heimtierarten, andere bezeichnen damit insbesondere gefährliche Tiere wie beispielsweise große Würge- und Giftschlangen. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) warnt vor dem irreführenden Missbrauch dieser Bezeichnung: "Eigentlich bedeutet 'exotisch' nur 'fremdländisch'. So gesehen sind fast alle Heimtiere Exoten, denn ihre natürliche Heimat liegt meist auf anderen Kontinenten. Der Wellensittich beispielsweise stammt aus Australien, die Hauskatze stammt von der Falbkatze aus Nordafrika ab und die Heimat des Meerschweinchens ist Südamerika", erklärt ZZF-Präsident Klaus Oechsner.

Für die Heimtierhaltung kommen quasi nur exotische Tiere in Betracht.Einheimische Tierarten unterliegen generellen Halte- und Handelsverboten. "Bei der privaten Heimtierhaltung geht es nicht um die Frage, ob das Tier exotisch ist, sondern ob es artgerecht gehalten werden kann und womöglich gefährlich ist", erläutert Oechsner. Beispielsweise seien große Würgeschlangen oder gar Giftschlangen, Großkatzen oder Kleinbären für die private Tierhaltung nicht geeignet. "In unseren Heidelberger Beschlüssen haben wir festgelegt, welche Tiere ZZF-Mitglieder erst gar nicht anbieten oder nur bei ausführlicher Beratung weitergeben dürfen. Diese Selbstbeschränkungen gehen über die gesetzlichen Vorschriften hinaus", betont Oechsner. Zu den vom ZZF als ungeeignet bezeichneten Heimtieren gehören nicht nur solche, die ein Sicherheitsrisiko für den Menschen darstellen, sondern auch jene Tiere, für deren Ansprüche der Fachhandel nicht das benötigte Zubehör und Futter liefern kann. Beispielsweise lehnt der ZZF die Haltung von Minischweinen in der Wohnung ab, weil sie meistens nicht artgerecht gehalten werden können und folglich unter Verhaltensstörungen oder körperlichen Erkrankungen leiden. Andere Beispiele sind sämtliche Arten der Landraubtiere, die meisten Skorpione und viele Schildkrötenarten. Bei der Auswahl von geeigneten Heimtieren sollten Tierfreunde laut Oechsner nachgezüchtete Tiere bevorzugen: "Nachzuchten schonen die Bestände in der Natur und gewöhnen sich leichter an den Menschen".

Die Möglichkeiten und Grenzen in der Heimtierhaltung sind auch Thema eines Symposiums, das der ZZF mit der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVTAK8)
und dem Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) für Zoofachleute und Tierärzte am 18. und 19. Oktober 2008 in Kassel veranstaltet.

Weitere Informationen gibt es online unter www.zzf.de.

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