Spitzenreiter stammen aus Deutschland, Polen und der Schweiz

PAR®-Jury verkostet 272 Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten

(lifePR) ( Bad Dürkheim, )
Rekordverdächtige 272 PIWI's von 120 Winzern aus 12 Ländern standen auf der Verkostungsliste der PAR-Teams rund um Martin Darting, die am 13. und 14 November die Verkostung zum Internationalen PIWI Weinpreis 2015 durchgeführt haben. Eine nie dagewesene Beteiligung, vor allem in Bezug auf die Herkunftsländer: So wurden erstmals auch Weine aus Belgien, Großbritannien, Irland und Polen zu der renommierten Verkostung eingereicht, die seit fünf Jahren von PIWI International initiiert und von der WINE System AG durchgeführt wird. Eines der Hauptziele der Kooperation ist die Steigerung von Bekanntheitsgrad und Absatzchancen der „starken Reben“, denn ob sich die PIWIs im Weinbau langfristig durchsetzen können, entscheidet am Ende der Verbraucher. Deutlich gesteigert haben sich 2015 auch die Teilnehmerzahlen aus der Schweiz und den Niederlanden. Nach einem tendenziell eher schwierigen Weinjahr 2014 führen dieses Jahr drei Süßweine aus Rheinhessen, der Westschweiz und dem Jura das Ranking an, dicht gefolgt von einem weiteren Dessertwein und einem Schaumwein aus Württemberg sowie zwei lieblich ausgebauten Weißweinen aus dem westlichen Polen.

Großes Gold aus Deutschland, Polen und der Schweiz

Insgesamt wurden sieben Weine mit dem Prädikat Großes Gold ausgezeichnet, darunter die drei Gesamtsieger mit je 97 PAR-Punkten aus der Kategorie Dessertwein: Der 2014er Solaris Beerenauslese vom Weingut Thomas Rüb in Rheinhessen, der 2014er Solaris AOC vom Räblus Weinbau am Bielersee, Westschweiz und der biologisch erzeugte 2009er Cabernet Forte - Cabernet Carol AOC vom Weingut Vin du Jura aus dem Schweizer Jura. Darauf folgt mit 96 PAR-Punkten, ebenfalls in der Kategorie Dessertwein, die 2012er Cabernet Cortis Trockenbeerenauslese vom Weingut Gemmrich in Württemberg. In der Kategorie Weißwein gingen zweimal Großes Gold mit 96 PAR-Punkten an Winnica Turnau im westlichen Polen, für den 2014er Seyval Blanc und den 2014er Hibernal, und in der Kategorie Schaumwein an das Württemberger Weingut Bernhard Ellwanger, für den 2014er Cabernet Blanc Sekt Brut.

98 PIWIs mit Gold prämiert, 126 mit Silber

Insgesamt 98 der eingereichten PIWI-Weine wurden mit Gold und weitere 126 mit Silber prämiert. Verkostungsleiter Martin Darting über den Jahrgang 2014: „Insgesamt hat der Jahrgang bei den PIWIs besonders leichte und frische Weine hervorgebracht. Wie bei den klassischen Sorten, hatten auch viele Erzeuger pilzwiderstandsfähiger Rebsorten im Jahr 2014 mit unreifen Phenolen zu kämpfen. Trotzdem hatten wir in allen stilistischen Kategorien viele Teilnehmer, die mit frischen, aromatisch sehr ausgeprägten Weinen und raffiniertem Säurespiel überzeugen konnten.“ Positiv aufgefallen sind den PAR-Teams zudem der international wachsende Mut zum Experimentieren und die beeindruckenden Qualitäten aus Newcomer-Weinländern wie den Niederlanden, Dänemark, Belgien und Irland, in denen die „starken Reben“ aufgrund des kühleren Klimas besonders beliebt sind. Dank der Objektivität und Systematik der PAR-Methode, die sämtliche Aspekte der Weinbereitung und der klimatischen Verhältnisse mit einbezieht, konnten die Verkoster auch extravagante Weine fachlich gut einschätzen, was maßgeblich zur Chancengleichheit des renommierten Wettbewerbs beiträgt.

Das vollständige Ranking mit allen PAR-Bewertungsbögen und Weinbeschreibungen ist ab sofort unter www.piwi-international.org einsehbar.

Die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten

Johanniter, Regent, Cabernet Blanc und Co. sind Rebsorten, die sich im Weinbau wachsender Beliebtheit erfreuen, beim Verbraucher aber immer noch recht unbekannt sind und daher oftmals mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen haben. Sie wurden als sogenannte PIWIs, pilzwiderstandsfähige Rebsorten, gezüchtet. Denn die beiden Pilzkrankheiten Peronospora und Oidium, auch Falscher und Echter Mehltau genannt, sind selbst im Bioweinbau ohne Fungizide kaum in den Griff zu bekommen. Die oft als „starke Reben“ bezeichneten PIWIs kommen weitgehend ohne Pflanzenschutz aus, was aus ökologischer und ökonomischer Sicht einen großen Gewinn darstellt. Der Internationale PIWI Weinpreis trägt bereits seit fünf Jahren zum wachsenden Bekanntheitsgrad dieser Reben bei und zeigt, dass sie ebenso attraktive und qualitativ hochwertige Weine hervorbringen können, wie die gängigen Vertreter der Vitis Vinifera.

Die Bewertung nach der PAR®-Methodik

Ziel der Prämierung ist es, die Vielfalt und Differenzierung der PIWI-Weine in objektiven Degustationsergebnissen darzustellen. Im analytischen Teil der PAR-Methode richtet sich die Dokumentation der Weine nach Herkunft, Sorte und Ausbau beziehungsweise Stilistik. Im qualitativen Teil der Verkostung werden die analytisch gefundenen Ausprägungen, wie zum Beispiel Aroma, Süße und Säure, eingeschätzt. Die subjektiven Vorlieben der Verkoster haben keinen Einfluss auf die Wertung. Das international anerkannte sensorische Prüfsystem PAR® ermöglicht der Jury eine besonders objektive und transparente Beurteilung: Am Ende steht eine Bewertung, die detailliert darstellt, wie einzelne Kriterien zum Ergebnis und den abschließend vergebenen Qualitätspunkten beigetragen haben.

PIWI International e.V. fördert den Informationsaustausch zwischen Forschungsanstalten, Züchtern, Rebveredlern, sowie den Anbauern von PIWI-Reben und Weinproduzenten. In den letzten Jahren haben zahlreiche pilzresistente Rebsorten Eingang in die Praxis gefunden, einige davon erst versuchsweise. Seitens der Winzer besteht ein großer Informationsbedarf über diese Rebsorten. Dazu gehören ausführliche Beschreibungen ihrer Eigenschaften, Anleitungen für die optimale Weinbereitung, Degustationen, Diskussion von Vermarktungsfragen und Information der Konsumenten. Neben der Durchführung von Tagungen und regionalen Arbeitskreisen ist die Initiierung des jährlichen internationalen PIWI Weinpreises wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen von PIWI International. Präsident: Matthias Wolff- Geschäftsstelle: Susanne Sommer 06133-5099226 info@piwi-international.org www.piwi-international.org

Martin Darting ist ausgebildeter Winzer, langjähriger Sensorik-Experte und Initiator des BioFach Weinpreises. Der Entwickler des PAR®-Verkostungssystems arbeitet als önologischer Berater im Qualitätsmanagement, als Dozent in der Aus- und Weiterbildung und ist Verkostungsleiter bei allenPAR Weinpreisen. www.martin-darting.de
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