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Privatuniversität Vorarlberg: Akkreditierungsantrag erfolgt kommendes Frühjahr

Wissenschaftliches Konzept von Arbeitsgruppe definiert - Interdisziplinäre Forschungsarbeit und Studien zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebensräume sollen mit Wintersemester 2013/2014 starten

(lifePR) (Lochau, ) International, interdisziplinär und nachhaltig orientiert, das sind die Eckpfeiler der Privatuniversität Vorarlberg, die auf dem Campus Scientia in Lochau am Bodensee entstehen soll. Unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Kramer, langjähriger Leiter des Wirtschaftsforschungsinstitutes Wifo und ehemaliger Rektor der Donau-Universität Krems, hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren eine Arbeitsgruppe intensiv mit der inhaltlichen und wissenschaftlichen Ausrichtung der ersten Privatuniversität Vorarlbergs auseinandergesetzt: Die akademische Einrichtung wird interdisziplinäre Forschung und Studien zur Entwicklung zukunftsfähiger Lebensräume anbieten. "Das bauliche Umfeld entscheidet wesentlich über Lebens- und Umweltqualität sowie Gesundheit und Leistungsfähigkeit einer Region. Die Anforderungen, die sich im 21. Jahrhundert dabei an unsere Gesellschaft stellen, machen eine umfassendere Betrachtungsweise als bisher notwendig", erklärt Kramer. Dabei setzt sich der akademische Think Tank zum Ziel, die Grundlagen für neue Berufs- und Kompetenzfelder, die zur Entwicklung von Lebens- und Umwelträumen erforderlich sind, zu erforschen und zu vermitteln.

F&E als Grundvoraussetzung

Forschung ist der zentrale Baustein der Privatuniversität, deren Erkenntnisse auch stark in die Lehre mit einfließen werden. Die Forschungsprogramme untermauern die Lehre und erhöhen auch den internationalen wissenschaftlichen Stellenwert der universitären Einrichtung. Insgesamt sind drei Institute aus dem natur-, gesellschaftswissenschaftlichen sowie ökonomischen Bereich vorgesehen. Neben eigenen ausgewählten Forschungsfeldern wird die Expertise der Wirtschaft angeboten, mit der eine enge Kooperation angestrebt wird. Staatliche und auf EU-Ebene akquirierte Forschungsförderung stärken die wirtschaftliche Basis der akademischen Einrichtung zusätzlich, die zum überwiegenden Teil aus Studiengebühren und Forschungsprogrammen sowie von einem Konsortium privater Interessenten finanziert wird.

Schnittstelle unterschiedlicher Methoden

Für die Zukunft gibt es mehrere Aufgaben zu bewältigen: Einerseits werden die verfügbaren bebaubaren Flächen knapper und die globale Klimaproblematik erfordert einen schonenderen Umgang mit Ressourcen. Andererseits erfasst die demografische Alterung schrittweise alle Lebensbereiche, was sich auf Haushaltsformen, Infrastruktur und Technologie auswirken wird.

Hinzukommt, dass das zunehmende Gesundheitsbewusstsein auch eine bessere Lebensqualität im baulichen Umfeld verlangt. Vor diesem Hintergrund heißt die Herausforderung, menschen- und umweltgerechte Lebensräume für die Zukunft zu gestalten. "Das akademische Konzept orientiert sich daher nicht an einseitigen Kompetenzen sondern an den unterschiedlichen Beziehungen zwischen einem Projekt, den davon betroffenen Menschen und ihrem Umfeld. Daher ist es notwendig, dass die konzipierten Forschungs- und Lehrprogramme querdenken", ergänzt Kramer.

Das Universitätsprogramm bildet die Schnittstelle zwischen den Methoden moderner Standort- und Regionalentwicklung und Architektur und stellt diese zudem in Bezug zu Gesundheitswissenschaften, Soziologie, umwelt- und klimagerechter Nachhaltigkeit sowie technologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen.

Es gilt, die Wirkungszusammenhänge zwischen den von Menschen geschaffenen Bauten, Siedlungen und Infrastruktur und der individuellen Lebensqualität sowie der natürlichen und gesellschaftlichen Umwelt zu erforschen und zu verbessern.

Einreichung zur Akkreditierung

Nachdem die Arbeitsgruppe das grundlegende Konzept der Privatuniversität erarbeitet hat, wird aktuell die Detailplanung für Lehre, Forschung und Organisation für den Antrag beim österreichischen Akkreditierungsrat (ÖAR) finalisiert, der im kommenden Frühjahr eingereicht werden soll. Die Erteilung der Akkreditierung wird in der Folge für die zweite Jahreshälfte erwartet. Dieser Zeitplan ermöglicht die Aufnahme des regulären Studienbetriebs ab dem Wintersemester 2013/2014.

Mit dem wissenschaftlichen Ansatz einer multidimensionalen Betrachtungsweise bietet die Privatuniversität Vorarlberg die erste systematische universitäre Ausbildung im deutschsprachigen Raum. Dabei werden zu Beginn zwei Bakkalaureat-Studiengänge (Bauen und Lebensraum sowie Bauen und Umwelt) und ein Master-Lehrgang (Wissensbasiertes Entwerfen) angeboten. Binnen drei Jahren soll das Angebot um zwei weitere berufsbegleitende Master-Studiengänge (Zukunftsfähige Gebäudelösungen sowie Regional-, Stadtentwicklung und Regeneration) ausgebaut werden.

Die Bakkalaureat-Studien legen die Grundlage für Raumplanungs- und Immobilienentwicklungsberufe, die Master-Studien zielen auf die Vertiefung von Studienabsolventen der Umwelt-, Energie-, sowie der Gesundheits- und Sozialwissenschaften.

Studenten aus ganz Europa

Bei Berufspraktikern liegt der Fokus auf Architekten und anderen Berufen der Immobilien- und Bauwirtschaft sowie der Raumordnung und Regionalentwicklung. Das Lehrangebot richtet sich an Studierende aus ganz Europa, aber auch an die international erfolgreichen WissenschaftlerInnen aus Vorarlberg im Ausland. "Die Absolventen werden in die Lage versetzt, fachübergreifend Planungs- und Entwicklungsprozesse zu leiten und dabei sowohl technische und gestalterische, gesundheitliche und psychologische, ökologische und wirtschaftliche als auch private und öffentliche Gesichtspunkte gleichsam zu berücksichtigen", sagt Dietmar Eberle, Architekt und Professor an der ETH Zürich. Eberle begleitet die wissenschaftliche Konzeption der Privatuniversität Vorarlberg.

300 Studenten binnen fünf Jahren

Für den Start rechnen die Verantwortlichen mit bis zu 100 Studenten, die von etwa 40 wissenschaftlichen und administrativen Mitarbeitern betreut werden. Hinzu kommen zeitlich befristet internationale Gastprofessoren. Nach fünfjähriger Anlaufzeit werden für alle fünf Lehrgänge rund 300 Studierende erwartet. Mit der internationalen Akkreditierung ist auch die Eingliederung in ein europäisches Bildungssystem (European Credit Transfer and Accumulation System - ECTS) verbunden.

Riesiges Entwicklungspotenzial

Der Standort Vorarlberg ist aus zweierlei Sicht ideal: "Einerseits ist in Vorarlberg die Motivation in Sachen Bauen und Energie seit geraumer Zeit sehr hoch. Andererseits verlangen gerade die veränderten Rahmenbedingungen im Umgang mit Ressourcen neue Ansätze und eine übergreifende Zusammenarbeit. Eine universitäre Denkfabrik birgt ein riesiges Entwicklungspotenzial für unsere Region", so Adi Gross, Energiekoordinator des Land Vorarlberg und Geschäftsführer des Energieinstitut Vorarlberg.

Masterplan für Campus Scientia

Die räumliche Entwicklung des Campus Scientia auf dem ehemaligen Rupp-Käsle-Areal in Lochau, der neben der eigentlichen Universität Flächen für Forschungszwecke, ausgelagerte Entwicklungsabteilungen von Unternehmen sowie ein Campushotel und Wohnungen umfasst, wird zeitgleich zum Akkreditierungsverfahren der Privatuniversität vorangetrieben: "Wir sind dabei, einen Masterplan auszuarbeiten, der kommendes Frühjahr öffentlich vorgestellt und diskutiert wird", sagt Campus Scientia-Initiator Roland Pircher, Geschäftsführer der bauart und der für die Umsetzung verantwortlichen Universalis Projektentwicklungs- und Errichtungsgesellschaft mbH.