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Pressemitteilung BoxID: 418960 (WHO/UNICEF- Initiative "Babyfreundlich")
  • WHO/UNICEF- Initiative "Babyfreundlich"
  • Zum Aquarium 6a
  • 46047 Oberhausen
  • http://www.babyfreundlich.org
  • Ansprechpartner
  • Gisela Meese
  • +49 (2204) 4045-90

Asklepios-Klinik Lich als "Babyfreundliche Geburtsklinik" ausgezeichnet

Geschäftsführerin Meese: "Bindungsförderung und Stillen stärken Kind in angeborenen Fähigkeiten und fördern gesunde Entwicklung" / Caroline Liljenquist: "Die Bindung zwischen Mutter und Neugeborenem ist wichtig, denn sie macht Kinder stark"

(lifePR) (Bergisch Gladbach / Lich, ) Die Asklepios-Klinik Lich erhält heute das Qualitätssiegel "Babyfreundliche Geburtsklinik". Kliniken mit dieser Auszeichnung verwirklichen die B.E.St.®-Kriterien, die auf den internationalen Vorgaben von WHO und UNICEF beruhen. "B.E.St.® steht für 'Bindung', 'Entwicklung' und 'Stillen'. Diese Kriterien sind wissenschaftlich fundiert und ermöglichen die effektive Förderung der Bindung zwischen Mutter und Kind, der kindlichen Entwicklung und des Stillens", betonte Gisela Meese, Geschäftsführerin der WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundlich", bei der Übergabe des Auszeichnungs-Zertifikats in feierlichem Rahmen. So habe der Haut-zu-Haut-Kontakt ab der Geburt einen nachweislich positiven Effekt auf das Entstehen der primären Bindung. "Das Stillen gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit am vertrauten Körper der Mutter, es programmiert die Organfunktionen und den Immunschutz des Säuglings. B.E.St.® stärkt das Kind in seinen angeborenen Fähigkeiten und fördert seine gesunde Entwicklung". Deshalb entschieden sich immer mehr werdende Eltern für "Babyfreundlich", unterstrich Meese. Die Asklepios-Klinik Lich gehört jetzt bundesweit zu den 79 Babyfreundlichen Geburtskliniken mit dem internationalen Qualitätssiegel und ist das 5. ausgezeichnete Haus in Hessen.

Caroline Liljenquist, geborene Gräfin zu Solms-Hohensolms-Lich, betonte in ihrem Grußwort: "Für die meisten Eltern gibt es kaum einen schöneren Moment im Leben, als ihr Kind zum ersten Mal im Arm zu halten. In diesem Augenblick voll Liebe und Glück wird bei vielen der Grundstein für eine feste Eltern-Kind-Beziehung gelegt". Die Babyfreundliche Geburtshilfe unterstütze Eltern dabei, eine feste Beziehung zu ihrem Kind zu entwickeln. "Dies hat nachweislich einen positiven Effekt auf das Entstehen einer Bindung zwischen Mutter und Neugeborenem. Diese ist wichtig, denn sie macht die Kinder stark". Das besondere Engagement Babyfreundlicher Einrichtungen für die Still- und Bindungsförderung sei sehr wertvoll.

"Sehr stolz" / Stillen nach Bedarf / Neugeborene erhalten nur Muttermilch

"Wir sind sehr stolz auf diese internationale Auszeichnung, mit der die besonderen Leistungen unserer babyfreundlichen Geburtshilfe bei der Betreuung von Mutter und Kind gewürdigt werden", betonte der Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Professor Dr. med. Uwe Wagner. Die Klinik verwirkliche die Anforderungen der "B.E.St.®-Kriterien für eine Babyfreundliche Geburtsklinik" in der täglichen Arbeit. "Wir ermuntern unsere Wöchnerinnen zum Stillen nach Bedarf, je nach den individuellen Wünschen von Mutter und Kind. Diese Praxis wird von den Müttern gut angenommen und selbstverständlich umgesetzt", unterstrich der Chefarzt. Auch erhielten die Neugeborenen ausschließlich Muttermilch, weder Flüssigkeiten noch sonstige Nahrung, es sei denn, eine Zufütterung sei medizinisch notwendig. "Unser Team hat es erreicht, in einem wenig stillfreundlichen Umfeld mit einer primären Abstillquote von 13 Prozent das Stillen als die normale Form der Säuglingsernährung zu etablieren", unterstrich Professor Wagner stolz. Die bindungsfreundlichen Abläufe auf der Station kämen auch nicht stillenden Müttern und ihren Neugeborenen zu Gute. "Unser konsequentes Angebot an diese Mütter ihren Kindern Kolostrum (Neugebornenmilch) zu geben, ist ein wichtiger Baustein unseres babyfreundlichen Konzeptes", sagte der Chefarzt.

Mutter-Kind-Kontakt schnellstmöglich / Professionelle Unterstützung beim Stillen

Vorbildlich sei die Praxis, die es den Müttern ermögliche, unmittelbar nach der Geburt Hautkontakt mit ihrem Baby zu haben, mindestens eine Stunde lang oder bis das Neugeborene das erste Mal gestillt wurde. "Auch Frauen mit Kaiserschnittentbindung, die häufig noch nicht in der Lage sind zu stillen, werden einfühlsam begleitet, um den ersten Kontakt mit ihrem Baby bereits im OP aufzunehmen". Den Müttern werde nach der Geburt Hilfe beim Stillen angeboten und das korrekte Anlegen des Neugeborenen gezeigt. "Dadurch erzielen wir gute Erfolge beim Stillen. Alle Mütter äußern sich positiv über die professionelle und einfühlsame Unterstützung beim Anlegen, die ihnen unser Team bietet", betonte Professor Wagner abschließend.

WHO/UNICEF- Initiative "Babyfreundlich"

Die WHO/UNICEF-Initiative setzt sich für die Verbreitung des Qualitätssiegels "Babyfreundlich" in Deutschland ein und zertifiziert Geburts- und Kinderkliniken. Grundlage der Zertifizierung sind die B.E.St.®-Kriterien. Wenn Kliniken diese Kriterien nachweislich in ihrer Routine umgesetzt haben, erhalten sie das Qualitätssiegel "Babyfreundlich". Babyfreundliche Einrichtungen sind auch an der Auszeichnungsurkunde von WHO und UNICEF mit dem Picasso-Motiv "Maternité" zu erkennen. Für werdende Eltern ist dies eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Auswahl einer geeigneten Klinik. In Deutschland sind bereits 125 Geburts- und Kinderkliniken Mitglied der Initiative, 79 davon sind als "Babyfreundlich" zertifiziert. Nach aktuellen Studien begünstigen sie die Mutter-Kind-Bindung.