Mittwoch, 20. Juni 2018


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Über das Sterben, den Tod und die Trauer reden

Norddeutsche "Leben und Tod" stellt sich dem Tabuthema

Bremen, (lifePR) - Die norddeutsche Messe "Leben und Tod" bricht mit Tabus: Das eigene Sterben und das eines Angehörigen - ein Thema, über das man nicht gerne spricht. Die "Leben und Tod" sorgt für Gesprächsstoff - und zwar miteinander. Fachleute, Privatbesucher sowie Aussteller, die mit den verschiedensten Beratungsangeboten und Produkten vor Ort sind, finden vom 10. bis 11. Mai 2012 zum dritten Mal in der Messe Bremen zusammen, um sich zu informieren, auszutauschen und auf den neuesten Stand zu bringen. Im Jahr 2011 zählten die Veranstalter 3.100 Besucher, die die Gelegenheit hatten, sich bei 96 Ausstellern zu informieren und das thematisch breit gefächerte Vortragsangebot zu nutzen.

Kommunikation - eines der ganz großen Themen der Messe: Wie geht das Pflegepersonal mit "der Wahrheit am Krankenbett" um - eine Belastung, mit der Schwestern und Pfleger aber auch die Angehörigen täglich umgehen müssen. "Sterbende in der Defensive" lautet der Titel eines weiteren Vortrags. Dabei geht es nicht nur um das emotionale Verständnis, sondern auch schlicht um den Umgang mit Menschen, die nicht mehr auf herkömmlichem Wege kommunizieren können. Sterbebegleitung ist immer eine große Herausforderung - wenn Kinder sterben, ist der Umgang mit den kleinen Patienten noch einmal anders: Auch dies wird im Rahmen der Leben und Tod besprochen. "Gestorben wird auch unter der Brücke - aber wie und wo wird dann beerdigt?", so der provokante Titel eines Vortrags des Theologen, Dr. Arne Manzeschke. Er wirft die Frage nach einer guten Begleitung und Bestattung der Menschen auf, die aus dem sozialen Raster unserer Gesellschaft gefallen sind. Das Thema wird vertieft mit Best-Practice-Beispielen aus der Wohnungslosenhilfe in Hamburg im Rahmen des Netzwerks "Regionaler Knoten".

Neu auf der "Leben und Tod" ist der Service-Tag für Privatbesucher. So wird es zum Beispiel eine Sprechstunde zum Thema Patientenverfügung geben. Umfassende Informationen gibt es weiterhin zu den Themenbereichen Angebote und Anlaufstellen der Sterbebegleitung, Bestattungsformen, Demenz sowie den Chancen und Gefahren des Internets bei Tod und Trauer. Für Privatbesucher widmet sich der zweite Tag dem Thema Trauer. "Die Zeit heilt nicht alle Wunden" sagt der Theologe Dr. Georg Schwickhardt und macht trotzdem Mut - Trauern gehört zum Leben. Humoriger geht es bei den Betrachtungen des Autors und Philosophen Jörg Zittlau zu: "Matt und elend lag er da" - in diesem Vortrag widmet er sich dem Sterben historischer Persönlichkeiten.

Jeder Mensch trauert anders - und doch gibt es auch geschlechterspezifischer Unterschiede: Männer trauern anders als Frauen, und Kinder wiederum gehen anders mit dem Tod eines Angehörigen um als Erwachsene. Auch diesen Unterschieden geht die "Leben und Tod" in mehreren Vorträgen nach. Und der bekannte ehemalige Bürgermeister Bremens, Dr. Henning Scherf, berichtet am späten Nachmittag über seine Erfahrungen zur "Sterbebegleitung in einer Wohngemeinschaft".

Eine besondere Kooperation bietet die "Leben und Tod" am Donnerstag von 10 - 20 Uhr im Foyer der Halle 5: Unter dem Motto "Werden Sie Lebensretter!" werden Bremerinnen und Bremer aufgerufen, sich in die Datenbank der Deutschen Knochenmarkspenderdatei aufnehmen zu lassen. Die Kosten der Typisierung (50,- Euro pro Person) werden von Bremer Unternehmen in einer Patenschaft übernommen. Registrierte Personen erhalten danach kostenfreien Eintritt zur "Leben und Tod".

Die Messe "Leben und Tod" ....

 - findet am 10. und 11. Mai in der Halle 4 der Messe Bremen statt. Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, Preis: 8 Euro, Fachteilnehmer finden die gestaffelten Preise im Interne unter www.leben-und-tod.de

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