Dienstag, 21. November 2017


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Herzenssache Blutdruckmessen

Norbert (*) hat die Qual der Wahl - aber welches Gerät ist das Richtige?

Hillscheid, (lifePR) - Keine Frage - Reizüberflutende Werbebotschaften machen es uns nicht leicht, das richtige Produkt für uns zu finden. Aber die eigene Gesundheit liegt uns nun mal besonders am Herzen. Also machen wir uns die Mühe und filtern alle Eindrücke und Angebote. Ein riesiger Aufwand, der uns Konsumenten im ungünstigen Fall eher verwirrt als aufklärt - Vernünftige Kaufentscheidung adé? Man sollte meinen: Das Beste ist gerade mal gut genug. Norbert(*) ist einer dieser Konsumenten. Er steht vor einer wichtigen Entscheidung. Er benötigt ein eigenes Blutdruckmessgerät - also, es geht um seinen eigenen Körper und sein Wohlbefinden. Sein zu hoher Blutdruck muss zu Hause von ihm ab sofort regelmäßig kontrolliert werden. Das Problem: Blutdruckmessgeräte können in den unterschiedlichsten Ausstattungsvarianten käuflich erworben werden. Wird es ein Modell aus dem Discountmarkt, Elektrofachgeschäft oder soll Norbert auf ein Gerät aus dem medizinischen Fachhandel zurückgreifen?

Norbert (*) und alle anderen Verbraucher wollen wir mit 7 hilfreichen Tipps dabei unterstützen, ihr richtiges Blutdruckmessgerät zu finden:

1. Klinische Validierung

Grundsätzlich müssen alle Geräte auf dem deutschen Markt eine klinische Validierung vorweisen können, um überhaupt verkauft werden zu dürfen.

Hier ist also gar nicht die Frage ob, sondern welche Art der klinischen Validierung vorliegt.

Bei einer Validierung wird auf Basis einer bestimmten Testgruppe von Personen, die bestimmte Merkmale aufweisen müssen (Blutdruck- Einstufung, Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen etc.), die Messgenauigkeit des Geräts überprüft. Dabei können sich jedoch Gruppengröße, Gruppenzusammensetzung und Testdurchführung wesentlich unterscheiden. So basieren manche Validierungen auf einer Testgruppe von nur 30 Personen, andere auf einer statistisch deutlich valideren Gruppengröße von 90 oder mehr Testpersonen. Oder es werden Personen mit extrem hohen oder extrem niedrigen Blutdruckwerten vernachlässigt, sodass nicht sichergestellt ist, dass diese Geräte bei diesen Personen auch wirklich korrekt messen.

Günstigere Geräte aus dem Discounter oder Elektrohandel haben in der Regel nur eine "einfache" Basisvalidierung, die die Mindestanforderungen erfüllen. Um sicherzugehen, dass Sie ein gutes Gerät kaufen, achten Sie darauf, dass es mindestens eine oder besser noch zwei der nachfolgenden Validierungen international anerkannter Institutionen aufweist:

- DHL (Deutsche Hochdruckliga)
- BHS (British Hypertension Society)
- AAMI (Association for the Advancement of Medical Instrumentation)

In der Apotheke finden Sie grundsätzlich diejenigen Geräte, die umfangreicher getestet wurden.

2. Eignung für bestimmte Risikogruppen

Neben den grundlegenden klinischen Validierungen gibt es z.B. für Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes und Niereninsuffizienz oder Schwangere gesonderte Spezialvalidierungen. Bei diesen Personen können krankheits- bzw. schwangerschaftsbedingte Veränderungen der Gewebsund Arterienstrukturen dazu führen, dass ein Blutdruckmessgerät abweichende Messwerte anzeigt.

Diese Blutdruckmessgeräte tendieren dann dazu, den Blutdruck nach oben oder unten abzufälschen. Im Falle eines gefährlichen Bluthochdrucks, der nicht korrekt angezeigt wird, mitunter fatal. Wenn Sie also eine Vorerkrankung haben oder schwanger sind, achten Sie explizit darauf, ob das Gerät für diese Personengruppen geeignet ist. Aber auch ohne diagnostizierte Vorerkrankung können bereits

Veränderungen an Ihren Arterien vorliegen. Dies gilt insbesondere für:

- Senioren (altersbedingt)
- übergewichtige Personen
- Raucher

3. Oberarm- oder Handgelenkgerät?

Bei Blutdruckmessgeräten unterscheidet man zwischen Oberarm- und Handgelenkmessgeräten. Letztere eignen sich als Erstgerät vor allem für Personen jüngeren oder mittleren Alters oder auch als praktisches mobiles Zweitgerät auf Reisen, da Sie leichter und kleiner als Oberarmgeräte sind.

Aber: Veränderungen der Gefäßstrukturen z. B. durch Arteriosklerose oder sehr tief liegende Arterien können bei der Messung am Handgelenk schneller zu Messabweichungen führen als am Oberarm.

Daher ist die Empfehlung: Wenn Sie älter als 45 Jahre sind und/oder unter einer chronischen Vorerkrankung leiden, führen Sie am besten einmal zusammen mit Ihrem Arzt oder Apotheker Vergleichsmessungen zwischen Handgelenk und Oberarm durch. Ist die Differenz zwischen Oberarm- und Handgelenkmessung bei wiederholter Messung sehr deutlich ausgeprägt (10 mmHg oder mehr), sollten Sie sicherheitshalber ein Oberarmmessgerät bevorzugen.

4. Die Manschette

Die richtige Manschette ist entscheidend für ein genaues Messergebnis.

Eine zu locker oder zu straff sitzende Manschette kann das Messergebnis verfälschen. Achten Sie daher beim Kauf darauf, ob die zum Gerät gehörende Manschette auch für Ihren Armumfang geeignet ist. Messen Sie dazu an der dicksten Stelle Ihres Oberarms oder Handgelenks und gleichen Sie den Umfang mit der angegebenen Manschettengröße ab. Günstige Geräte z. B. aus dem Discounter haben oftmals nur eine Standard- Manschettengröße, während Marken aus der Apotheke oftmals verschieden Größen anbieten und so individuell auf Sie zugeschnitten werden können.

5. Erstattungsfähigkeit

Wenn Sie ein Kassenrezept von Ihrem Arzt für ein Blutdruckmessgerät haben, achten Sie darauf, dass das Blutdruckmessgerät im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherungen geführt wird. Dies erkennen Sie daran, dass das Blutdruckmessgerät eine individuelle Hilfsmittelpositionsnummer trägt.

Blutdruckmessgeräte mit individueller Hilfsmittelnummer können vom Arzt auf Kassenrezept verordnet werden z. B. bei:

- chronischem Bluthochdruck mit drohenden oder fortschreitenden Folgeschäden für z. B. Gefäße oder Nieren, die den Betroffenen erheblich gefährden
- Bluthochdruck, der medikamentös nur schwer behandelbar ist und der Betroffene nach ärztlicher Anweisung die Medikation selbst regelmäßig anpassen muss
- Bluthochdruck in der Schwangerschaft (z. B. Praeklampsie)
- Patienten nach einer Organtransplantation Einer der Punkte trifft auf Sie zu, aber Sie haben noch kein Kassenrezept vorliegen? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine mögliche Rezeptausstellung.

Die Höhe der Kostenübernahme ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich. Im Durchschnitt werden ca. 40 € von den Krankenkassen bezuschusst.

Informieren Sie sich hier am besten vorab bei Ihrer Krankenkasse.

6. Zusatzfunktionen

Moderne Blutdruckmessgeräte können heutzutage inzwischen mehr als nur den Blutdruck zu messen.

Hier gilt es vor Anschaffung zu überlegen, ob und welche Zusatzausstattung Sie bei Ihrem Blutdruckmessgerät benötigen:

Display

Insbesondere für ältere Personen empfiehlt sich ein XXL-Display, auf dem die Zahlen gut ablesbar sind. Für Personen, die z. B. vor dem Schlafengehen messen lohnt sich zusätzlich ein Modell mit Hintergrundbeleuchtung, sodass auch das Messen im Dunkeln kein Problem ist.

Anzahl der Benutzer

Überlegen Sie, ob Sie das Gerät allein oder gemeinsam mit anderen Personen in Ihrem Haushalt nutzen möchten. In letzterem Fall empfiehlt sich ein Modell, das mehrere Benutzer zulässt.

Speicherplätze

Wenn Sie sehr häufig messen und/oder Ihren Blutdruck nicht anderweitig (z. B. in einem Blutdruckpass) dokumentieren, sollten Sie ein Modell mit viel Speicherplatz bevorzugen.

Arrhythmie-/Vorhofflimmern-Erkennung

Diese Funktionen dienen der frühzeitigen Erkennung von abklärungsbedürftigen Abweichungen des Herzrhythmus und sind grundsätzlich empfehlenswert. Im Falle von Vorhofflimmern kann so etwa u. U. ein erhöhtes Schlaganfallrisiko frühzeitig erkannt werden. Aber Achtung: Prüfen Sie vor Kauf kritisch, ob die Genauigkeit dieser Funktion ausreichend klinisch validiert ist. Nicht jeder Anbieter kann hier (unabhängige) Studien, die die Zuverlässigkeit der verwendeten Technologie bestätigen, nachweisen. So versprechen einige Anbieter, dass ihre Blutdruckmessgeräte etwa gefährliches Vorhofflimmern erkennen können, welches eine der häufigsten Ursachen für Schlaganfälle ist.

Tatsächlich gibt es am Markt jedoch bisher nur die Afib-Technologie des Herstellers Microlife (z. B. enthalten im Blutdruckmessgerät "Professionell Touch" der Marke "aponorm"), die Vorhofflimmern studienbelegt zuverlässig während der normalen Blutdruckmessung mit Manschetten erkennen kann.

Batterie- oder Strombetrieb

In der Regel sind Blutdruckmessgeräte standardmäßig batteriebetrieben.

Wenn Sie auf Batteriewechsel verzichten möchten, bieten einige Modelle jedoch auch einen dauerhaften Betrieb über das Stromnetz an.

Datenübertragung an PC oder Mobilgerät

Gerade für Personen, die Ihren Blutdruck engmaschig kontrollieren müssen und in enger Absprache mit Ihrem Arzt stehen, empfiehlt sich eine solche Funktion. Ihre Blutdruckwerte können Sie so schnell und unkompliziert übertragen und grafisch auswerten lassen. Außerdem erleichtert es die Dokumentation für den Arzt, denn Ihre Blutdruckwerte eines bestimmten Zeitraums sind ruckzuck ausgedruckt bzw. mitgenommen.

7. Garantiezeit

Achten Sie beim Kauf eines Blutdruckmessgeräts nicht zuletzt auch auf den Garantiezeitraum. Während Sie auf Blutdruckmessgeräte aus dem Discounter/Elektrofachmarkt oftmals nur die üblichen 2 Jahre Garantie haben, bieten Apotheken teilweise deutlich verlängerte Garantiezeiträume an.

Aktueller Marktführer im Bereich Blutdruckmessgeräte ist aponorm®. Unter www.aponorm.de finden Sie auch viele weitere nützliche Informationen rund um das Thema Blutdruckmessen.

Informationen zu aponorm® - die Marke der Apotheken

aponorm® zählt zu einer der erfolgreichsten apothekenexklusiven Marken von WEPA APOTHEKENBEDARF. Unter aponorm® by microlife vertreibt der Apothekenpartner qualitativ herausragende und anwenderfreundliche Blutdruckmessgeräte, Fieberthermometer und Inhalationsgeräte. In sämtlichen aponorm® Produkten steckt die Technologie von microlife, einem der weltweit führenden Hersteller im Gesundheitsmonitoring.

(*) Name frei erfunden

WEPA APOTHEKENBEDARF GmbH & Co KG

Über 130 Jahre Tradition, Kompetenz und Vertrauen bilden das Fundament des starken Apothekenpartners WEPA APOTHEKENBEDARF, der mit apothekenexklusiven Marken, Produkten und Leistungen die Apotheken in ihrer Kernkompetenz unterstützt. Das gesamte Produktportfolio wird in vier Segmente unterteilt: Packmittel, Gerätschaften für Labor/Analyse, OTC-Produkte, Kundenbindungsmaßnahmen/Präsente. Alle Produkte werden apothekenexklusiv angeboten.

Weitere Informationen unter www.wepa-dieapothekenmarke.de

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