Weingut Reichsgraf von Kesselstatt - Jahrgangsbericht 2013

(lifePR) ( Morscheid, )
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Beginn der Lese: 14. Oktober 2013
Ende der Lese: 30. Oktober 2013 kürzer geht nimmer
Ertrag: Mosel 45 hl/ha
Saar 24 hl/ha
Ruwer 19 hl/ha

Was für ein kurioses Jahr, im Wechselspiel der Temperaturen...

Das Frühjahr

Durch den extrem kalten Frühling war der Austrieb erst Ende April. Die weitere Entwicklung der Triebe und der Fruchtansatz waren regelmäßig bzw. sehr zufriedenstellend.

Die weiterhin kalte und nasse Witterung bis Ende Juni verzögerte die Blüte an der Mosel auf den 3.7., an der Saar auf den 7.7. und an der Ruwer auf den 10.7. Hinzu kam die unterschiedliche Entwicklung der Reife in den einzelnen Beeren einer Traube.

Hagelschäden an der Ruwer reduzierten darüberhinaus im Juni bereits die Erträge.

Der Sommer

begann im Juli mit großer Hitze und einer langen Trockenperiode, die bis Ende August anhielt und den Vegetationsrückstand teilweise wieder aufholte. Die Beeren blieben teilweise klein, wir gingen allerdings zu dem Zeitpunkt noch von einer normalen Ernte aus.

Die Veraison begann Ende August in den Spitzenlagen.

Der Herbst

war wieder nass, wobei an Saar und Ruwer die Regenfälle noch ausgiebiger waren.

Anfang Oktober begannen die ersten Beeren dann zu platzen, wodurch der Ertrag rapide abnahm.

Durch die warme Witterung und die Nässe waren am 10. Oktober bereits die ersten Trauben, vor allem an Saar und Ruwer, von Botrytis befallen. Hierdurch reduzierte sich der Ertrag nochmal erheblich.

Die Lese

begann dann früher als geplant am 14.10. und war sehr aufwändig. Sehr hilfreich waren für uns unsere treuen 45 Leser und Leserinnen aus Rumänien, die uns neben unserer einheimischen Stammmannschaft, kräftig unterstützt haben. Mit Ihnen haben wir eine große Selektion der unterschiedlichen Trauben durchführen können.

Mehrere Lesegänge wurden grundsätzlich in den Grossen Lagen durchgeführt und dies immer mit zwei Eimern. Das vereinfachte die Trennung von gesunden, reifen und von Botrytis befallenen Beeren oder reiferen und weniger reifen Beeren.

"Erleichternd" war der äußerst geringe Ertrag, was die kurze Lesezeit erklärt, die kürzeste der Weingutsgeschichte.

Sicherlich wird es im kommenden Jahr zu Engpässen kommen, auch wenn wir durch die Selektion relativ gute Mengen an Kabinett Weinen anbieten können. Sehr gering sind die verfügbaren Mengen an Spätlesen und an Grossen Gewächsen (nur 3.000 Ltr.).

Im Goldtröpfchen können wir sogar mit einer Beerenauslese von 153° Oechsle glänzen.
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