Dienstag, 21. Februar 2017


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G7-Gipfel muss nachhaltiges Wirtschaften in den Vordergrund rücken

(lifePR) (Düsseldorf, ) Zu Guttenberg: Verbindung von Ökonomie und Ökologie leistet Beitrag zu Klimaschutz / Forstwirtschaft verknüpft Naturschutz mit Nutzen / Waldeigentümer fordern Einigung der Industrienationen auf verbindliche Reduktionsziele

"Nachhaltigkeit als Grundprinzip eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems muss von den G7-Staaten in den Mittelpunkt gerückt werden", forderte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW - Die Waldeigentümer, anlässlich des am Sonntag beginnenden G7-Gipfels im bayerischen Elmau. "Nachhaltigkeit ist wirtschaftlich. Die führenden Nationen in Europa sollten deutlich machen, dass sich Ökonomie und Ökologie erfolgreich verbinden lassen, damit die aufsteigenden Industriestaaten sehen: Es geht auch anders."

Mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent absenken zu wollen, nimmt Deutschland bereits eine Vorreiterfunktion ein. Auch sei mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und mit der Stärkung von Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneffizienz der richtigen Weg eingeschlagen. "Dieser Weg sollte ausgebaut werden. Dazu zählt ein verantwortungsvolles Handeln aller Beteiligten, damit die Reduktionsziele auch erreicht werden", so der AGDW-Präsident.

Die nachhaltige Waldbewirtschaftung durch Waldeigentümer und Forstwirtschaft ist bereits eine starke Säule für ein ökologisches Wirtschaften. In Deutschland ist es der Forstwirtschaft gelungen, Naturschutz und Nutzen miteinander zu verknüpfen und den Wald damit vor Raubbau, Übernutzung und Ausbeutung zu schützen. Zu Guttenberg: "Die nachhaltige Waldbewirtschaftung ist das Fundament eines jeden Waldeigentümers. Sie hat in Deutschland bereits eine lange Tradition. Daher verfügen wir über langjährige Erfahrungen darüber, wie sich Ökonomie und Ökologie verbinden lassen." Ein zentrales Merkmal ist die große biologische Vielfalt, die den Wald hierzulande auszeichnet und für Stabilität sorgt. Auch der Indikatorenbericht der Bundesregierung "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" macht dies deutlich - er bescheinigt der Forstwirtschaft hervorragende Werte für den Indikator "Artenvielfalt und Landschaftsqualität".

Mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung nimmt die Forstwirtschaft in Deutschland nicht nur eine Vorbildfunktion ein - sie trägt auch zum Klimaschutz bei. Rund 1.169 Millionen Tonnen Kohlendioxid sind derzeit in Bäumen und Totholz gebunden, weitere 850 Millionen Tonnen in Streuauflage und Mineralboden. Der Wald in Deutschland mindert die Emissionen jährlich um rund sechs Prozent. Vor allem nach der Ernte bleibt das Holz, das z.B. zu Bauholz oder Möbeln verarbeitet wird, ein Speicher von Kohlendioxid und ersetzt fossile und energieintensive Bau- und Brennstoffe. "Als Waldbewirtschafter leisten wir einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz. Daher haben wir ein starkes Interesse an einem Kyoto-Folgevertrag, in dem sich die Industrienationen endlich auf verbindliche Reduktionsziele einigen", sagte der AGDW-Präsident. "Allerdings muss der Verwendung von nachhaltigem Holz, das der kostengünstigste und intelligenteste CO₂-Minderungsfaktor ist, künftig eine noch stärkere Rolle zugeschrieben werden. Die G7-Staaten müssen in der Debatte Vorreiter und Antreiber zugleich sein. Nur so kann die zunehmende Erderwärmung begrenzt werden."

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