Dienstag, 19. Juni 2018


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Die SchulKinoWochen Berlin 2017 gehen mit Besucherrekord zu Ende

Berlin, (lifePR) - Mit 250 Kinovorstellungen in über 40 Spielstätten haben die von VISION KINO und dem JugendKulturService veranstalteten 14. SchulKinoWochen vom 10. - 24. November ein umfangreiches Programm für Grund- und Oberschulen gezeigt. Erstmals nahmen am Hauptprogramm mehr als 18.000 Schüler*innen und ihre Lehrkräfte teil. Mit den Vorführungen der Kooperationsprogramme haben damit über 27.000 Schüler*innen und Lehrer*innen den Unterricht ins Kino verlegt!

Publikumslieblinge und große Kino-Momente

Publikumsliebling war in diesem Jahr der Film AUF AUGENHÖHE. Über 1.500 Schüler*innen und ihre Lehrer*innen begleiteten den Protagonisten Michi auf der Suche nach seinem Vater. Dabei erlebten die Grundschulkinder, dass Offenheit, Respekt und echte Zuneigung füreinander viel wichtiger sind als äußere Merkmale. Auch die Kinderjury des Drehbuchpreises Kindertiger berührte die einfühlsame Geschichte. So wurde das Regieduo Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung mit dem mit 20.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet.

Bei den Oberschulen führte OFFLINE – DAS LEBEN IST KEIN BONUSLEVEL von Florian Schnell die Hitliste an. Der Spielfilm, der Computerspielästhetik und Filmästhetik spielerisch ineinanderfließen lässt, fragt nach dem Verhältnis zwischen analogen und digitalen Welten und unseren persönlichen Rollen darin.

Für große Kino-Momente sorgte AMELIE RENNT: Regisseur Tobias Wiemann präsentierte seinen Film in zwei ausgebuchten Sonderveranstaltungen mit anschließendem Filmgespräch: Wie fliegt man eine Kuh mit dem Helikopter durch die Alpen? Warum flucht Amelie so viel? Wie wird man Regisseur? Und warum will Amelie niemandem von ihrer Krankheit erzählen?

Die zahlreichen Buchungen für den Dokumentarfilm BERLIN REBEL HIGH SCHOOL aus Berliner Oberschulen sind Zeichen für die Bereitschaft der Lehrer*innen, sich gemeinsam mit ihren Schüler*innen kritisch mit dem System Schule und dem Thema Bildung auseinanderzusetzen. In vier Filmgesprächen mit Regisseur Alexander Kleider und Protagonist*innen aus dem Film wurde über Leistungsdruck, Wettbewerbsorientierung und Eigenverantwortung diskutiert.

Christine Berg, damalige Junior-Produzentin von DAS SAMS – DER FILM  und heute stellvertretender Vorstand der Filmförderungsanstalt erklärte gemeinsam mit ihrem Kollegen Ulli Neumann, dem Herstellungsleiter des Films, wie das Sams auf die Kinoleinwand kommt!

Besonders hervorzuheben ist die heterogene Zusammensetzung des Publikums, durch welche SchulKinoWochen-Veranstaltungen für verschiedenste Lerngruppen zu inklusiven Erlebnissen wurden. Schüler*innen aus Willkommensklassen erlebten Filme gemeinsam mit Regelschulklassen, Klassen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten, Klinikklassen und außerschulischen Projektgruppen.

Sonderveranstaltungen, Workshop- und Fortbildungsangebote

Im Vorfeld der SchulKinoWochen hatten sich Lehrer*innen im Rahmen von drei Fortbildungsveranstaltungen mit Filmvermittlung im Unterricht und Filmen aus dem diesjährigen Programm auseinandergesetzt. Großen Anklang fanden in diesem Jahr die Workshopangebote, Filmgespräche und Kinoseminare, die u.a. gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung nach ausgewählten Filmvorstellungen stattfanden und durch rund 20 Filmpädagog*innen betreut wurden. Jugendliche diskutierten über Fake News und mediale Manipulationen, untersuchten Filme aus dem Programm auf Stereotype und Rollenbilder und entwickelten selbst kleine Trickfilme. Zahlreiche Expert*innen aus Wissenschaft und beruflicher Praxis bereicherten die ausführlichen Filmgespräche zu Themen wie Klimawandel, Radikalisierung und Reformation und beantworteten Fragen zum Filmschaffen.

Im Rahmen der Reihe zum Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane beantwortete Dr. Rolf Peinert vom Konsortium Deutsche Meeresforschung nach dem Film TORTUGA – DIE UNGLAUBLICHE REISE DER MEERESSCHILDKRÖTE die Fragen zahlreicher Grundschulkinder. Prof. Wilhelm R. Dominik von der Technischen Universität ordnete den Film DEEPWATER HORIZON wissenschaftlich ein und Prof. Anders Levermann vom Institut für Klimaforschung in Potsdam erzählte nach dem Film IMMER NOCH EINE UNBEQUEME WAHRHEIT: UNSERE ZEIT LÄUFT von seinen Erfahrungen als Mitautor des UN-Klimaberichts.

Bei der Auftaktveranstaltung des Filmprogramms 17 Ziele – EINE Zukunft, gemeinsam durchgeführt mit Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sprachen über 200 Grundschüler*innen mit Gunther Beger, Abteilungsleiter im BMZ und Peter Renner von der Stiftung Menschen für Menschen über den Film EPHRAIM UND DAS LAMM. 

Ausklang mit den Kooperationsprogrammen

Die Kinotüren zum Spatzenkino, dem Kinderfilm des Monats und Kino ab 10, die im Rahmen der SchulKinoWochen Berlin ein zusätzliches Angebot für Schüler*innen und Kindergartenkinder darstellen, stehen noch bis Mitte Dezember 2017 offen. Im Herbst 2018 feiern die SchulKinoWochen Berlin dann ihren 15. Geburtstag und laden Berliner Grund- und Oberschulklassen wieder zu zwei Wochen voller Spannung, Emotion und großem Kino ein.

Vision Kino gGmbH

Die SchulKinoWochen Berlin sind eine Veranstaltung der Vision Kino gGmbH - Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit der JugendKulturService gGmbH, gefördert von der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, und werden in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), dem Kinderkinobüro, dem Spatzenkino, dem Kinderfilm Berlin e.V. und weiteren Partnern realisiert. Die SchulKinoWochen werden unterstützt vom Medienforum der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek und der "Kino macht Schule" GbR und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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