Dr. Norbert Schäffer ist neuer LBV-Vorsitzender

Aus der Oberpfalz stammender Biologe einstimmig zum Nachfolger von Ludwig Sothmann gewählt / Zwei Resolutionen verabschiedet

(lifePR) ( Amberg, )
Die Delegierten des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben auf ihrer Jahreshauptversammlung in Amberg Dr. Norbert Schäffer einstimmig zum neuen ersten LBV-Vorsitzenden gewählt. Der 49-jährige Biologe, der die letzten knapp 20 Jahre bei Europas größtem Naturschutzverband RSPB in England beschäftigt war, kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück. Als früherer Landesjugendleiter, zwischenzeitliches Vorstandsmitglied und zuletzt aktives Beiratsmitglied wird der gebürtige Oberpfälzer nun der erste hauptamtliche Vorsitzende in der über 100-jährigen Geschichte des bundesweit viertgrößten Naturschutzverbands. "Für mich schließt sich ein Kreis. Ich freue mich, nach Bayern zurückzukehren und hier mit dieser überwältigenden Unterstützung etwas zu bewegen", so der frisch gewählte neue LBV-Vorsitzende. Nach über 36 Jahren an der Spitze wurde sein Vorgänger Ludwig Sothmann zum ersten LBV-Ehrenvorsitzenden mit Sitz und Stimme im neuen Vorstandsgremium gewählt.

Dr. Norbert Schäffer war zuletzt in leitender Funktion in der internationalen Abteilung bei der britischen Royal Society for The Protection of Birds (RSPB), dem größten Naturschutzverband Europas. Während seiner Zeit in England hielt er stets Kontakt zu den Fachreferaten im LBV und blieb dem Verband so verbunden. "Norbert Schäffer ist im LBV bestens bekannt und hat sich im nationalen und internationalen Naturschutz ein hohes Ansehen erworben", so der scheidende Vorsitzende Ludwig Sothmann über seinen Nachfolger.

Geboren in Sulzbach-Rosenberg trat er mit 18 Jahren in den LBV ein, leistete seinen Zivildienst beim LBV in Hilpoltstein und war von Mitte bis Ende der 80er Jahre Leiter der LBV-Jugendorganisation NAJU Bayern. Nach dem Biologiestudium in Regensburg und Bayreuth promovierte Schäffer 1997 über den Wachtelkönig, um anschließend eine Stelle in England anzutreten. Von 1994-1998 war er Mitglied des LBV-Landesvorstands und seit 2010 ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Verbands. Des Weiteren ist er seit einigen Jahren Vizepräsident des Deutschen Rats für Vogelschutz und Chefredakteur der Vogelfachzeitschrift "Der Falke". "Ich will bei den Bayern noch mehr Begeisterung für die Natur und ihren Schutz wecken. Und wir im LBV sind dafür bestens aufgestellt", so der neue Vorsitzende über seine Ziele.

Ludwig Sothmann wurde von den 350 anwesenden Delegierten und Ehrengästen, darunter auch die neue Umweltministerin Ulrike Scharf, mit einer Laudatio sowie stehenden Ovationen für seine Arbeit gedankt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Dr. Gisela Merkel-Wallner (Kötzting) und Dr. Bernd Söhnlein (Neumarkt) traten nach jeweils 24 Jahren engagierter Arbeit nicht mehr an. Für sie wurden Dr. Irene Frey-Mann (München) und Ralf Krüger (Würzburg) neu gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Dr. Prof. Hans Leppelsack (Pfaffenhofen) als stellvertretender Vorsitzender, Michael Scharl (Amberg) als Schatzmeister und Frank Reißenweber (Coburg) als Beisitzer. Neuer Schriftführer wurde Hans-Joachim Fünfstück (Garmisch-Partenkirchen). Mit dem weltweit renommierten deutschen Ornithologen Prof. Dr. Franz Bairlein, Direktor der Vogelwarte Helgoland in Wilhelmshaven, und dem Diplom-Agraringenieur Ethelbert Babl (Kempten) verzeichnet auch der wissenschaftliche Beirat des LBV hochkarätige Neuzugänge.

Resolutionen gegen Neubesetzung der EU-Kommission und bleihaltige Jagdmunition verabschiedet

Mit zwei verabschiedeten Resolutionen setze das höchste Gremium des LBV auch ein deutliches Zeichen bei aktuell wichtigen naturschutzpolitischen Themen. So fordert die Delegiertenversammlung einstimmig von den bayerischen EU-Abgeordneten, keinesfalls einer Neubesetzung der EU-Kommission bei Schwächung des Klima- und Umweltschutzes zuzustimmen. Der LBV ruft die politischen Entscheidungsträger außerdem dazu auf, im Falle einer angedachten "Modernisierung" von FFH- und Vogelschutzrichtlinie, die rechtlichen und fachlichen Errungenschaften dieser fundamentalen Grundlagen zum Erhalt der Biodiversität in Europa nachhaltig zu sichern.

Des Weiteren fordert die LBV-Delegiertenversammlung die bayerische Staatsregierung auf, aus Gründen des Arten- und Tierschutzes sowie eines gesundheitlich vorsorgenden Verbraucherschutzes die Verwendung bleifreier Jagdmunition mit einer angemessenen Übergangsfrist verbindlich vorzuschreiben und bleihaltige Jagdmunition zu verbieten.

Mehr unter www.lbv.de/vorstand
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