Donnerstag, 23. November 2017


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VRS-Projekt sorgt für eine effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation im Rheinland

NRW-Verkehrsministerium und IHKs unterstützen Erarbeitung eines Vorrangnetzes für den Schwerlastverkehr durch mobil-im-rheinland

Köln, (lifePR) - Deutschland ist Europas Transitland Nr. 1 für Waren und Güter. Gleichzeitig zählt das Rheinland zu den größten Logistikstandorten Europas. Tausende Lkw durchqueren täglich unsere Region. Diese Entwicklung setzt höchste Ansprüche sowohl an die Infrastruktur als auch an das Verkehrsmanagement. Aus verkehrs-, wirtschafts- und umweltpolitischer Sicht ist es daher dringend notwendig, die Routenwahl der Logistikverkehre steuernd zu unterstützen. Unter dem Titel „Effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation für die Region Rheinland und NRW“ erstellt  das VRS-Projekt „mobil-im-rheinland“ daher im Auftrag des NRW-Verkehrsministeriums eine technische Plattform, um Daten für eine optimale Routenführung von Lkw im kommunalen Straßennetz zu generieren. Die Erfassungssoftware SEVAS, mit deren Hilfe Kommunen des Rheinlandes ihre unter Verkehrs- und Umweltaspekten bevorzugten Lkw-Routen erfassen und einspeisen können, steht nun bereit. Mit der Freischaltung der Software ist ein Meilenstein erreicht. Feststeckende Lkw unter Brücken und Gefahrenguttransporter, die sich in Wohngebieten verfahren, sollten damit mittelfristig der Vergangenheit angehören.

Daten werden den Herstellern von Navigationskarten zur Verfügung gestellt

Aktuelle Lkw-Navigationsgeräte sind für die Routenwahl aufgrund fehlender, spezifischer kommunaler Vorgaben nur eingeschränkt verwendbar. Folglich wird ein Lkw-Vorrangnetz benötigt, bei dem Städte und Gemeinden die notwendigen Ortskenntnisse und Fachkompetenz zur Festlegung der Vorrangrouten einbringen. Im Auftrag des MBWSV greift das VRS-Projekt „Effiziente und stadtverträgliche Lkw-Navigation Region Rheinland“ diesen Ansatz auf und entwickelt ihn technisch auf höchstem Niveau weiter. Es bezieht sich zunächst auf das Gebiet der Metropolregion Rheinland mit 148 Städten und Gemeinden, wird aber für eine landesweite, bzw. darüber hinausgehende Ausdehnung konzipiert und umgesetzt. Die bisher 110 am Projekt beteiligten Kommunen werden unter Federführung des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg/mobil-im-rheinland, sowie der Unterstützung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, den Industrie- und Handelskammern des Rheinlandes und weiteren Partnern in die Lage versetzt, routingfähige Kartengrundlagen für ein effizientes und stadtverträgliches Lkw-Vorrangnetz in der Region schaffen. Dazu wird ein Web-basiertes Portal entstehen, das neuesten technischen Anforderungen entspricht. Für die künftige Routenwahl der Schwerlastverkehre erfasst jede Kommune neben dem Vorrangroutennetz in ihrem Zuständigkeitsbereich als Mindestanforderungen die Restriktionen: Höhen-, Gewichts- und Breitenbegrenzung sowie Lkw-Durchfahrtsverbote. Die eingespeiste Datengrundlage wird zukünftig den Herstellern von Navigationskarten zur Verfügung gestellt.

 

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