Dienstag, 21. Februar 2017


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Schulen selbstständig organisieren und Zahl der Schulen in freier Trägerschaft erhöhen

Deutschlandweites Expertengremium bestätigt VhU-Schulkonzeption

(lifePR) (Frankfurt/ Main, ) "Das am 17. März in München vorgestellte Gutachten des unabhängigen "Aktionsrates Bildung" bestätigt unsere zahlreichen Vorschläge und Positionen zur Selbstständigen Schule und zum Ausbau der Schulen in freier Trägerschaft (SchifT)", betonte heute der Geschäftsführer für Bildungs- und Gesellschaftspolitik der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Jörg E. Feuchthofen. Die international renommierten Autoren stützen die von der VhU seit 2004 entwickelten Konzepte. Dazu gehörten vier Kernpunkte: die staatlichen Schulen in Anstalten öffentlichen Rechts zu überführen, diesen ein Globalbudget auf Basis der Zahl ihrer Schüler zuzuweisen, die volle Dienstvorgesetztenfunktion der Schulleitung zu übertragen und Lehrkräfte mehr nach Leistung zu bezahlen.

Nach Ansicht der VhU liege der Hessischen Landesregierung jetzt ausreichend Material vor, um die angekündigte Einführung der Selbstständigen Schule zu beschleunigen. Zudem gebe es bereits zahlreiche Schulgesetz-Novellen in anderen Bundesländern, die, wie z. B. in Sachsen oder Niedersachsen, eine gute Grundlage für die vor bereits einem Jahr angekündigte Novelle des hessischen Schulgesetzes böten, verdeutlichte Feuchthofen.

Daneben freue die VhU, dass der Aktionsrat Bildung auch die Positionen zu Schulen in freier Trägerschaft (SchifT) unterstütze, die die VhU im Februar 2010 im Hessischen Landtag vorgestellt habe. Die Wissenschaftler stellten in ihrem Gutachten fest, dass "Länder, die relativ hohe Anteile privater Schulträgerschaft mit relativ hohen Anteilen staatlicher Finanzierung verbinden, am besten abschneiden." Für besonders "politisch interessant" hielten die Bildungsexperten einen - mit den Konzepten der VhU deckungsgleichen - Vorschlag des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, der vorsehe, Schulen in freier Trägerschaft zu 100 Prozent öffentlich zu finanzieren und Bildungsgutscheine einzuführen. Kinder aus allen gesellschaftlichen Schichten - so die Gutachter übereinstimmend - hätten damit "gleiche Zugangschancen auf freie Schulen". Ein solches System führe "durch Wettbewerb" zwischen staatlichen Schulen und SchifT "zu einem höheren Leistungsniveau aller Schüler".

"Wir schlagen daher vor, den Anteil von Schulen in freier Trägerschaft in Hessen mittelfristig zu erhöhen und diese zu 100 Prozent öffentlich zu finanzieren," forderte Feuchthofen. Der entstehende Mehraufwand für diese Schulen könne durch mehr Effizienz des staatlichen Schulsystems gedeckt werden. Stichworte seien hier frei werdende Ressourcen durch Verwaltungsabbau als Folge Selbstständiger Schulen. Mit einem Anteil von 6,1 Prozent an Schulen in freier Trägerschaft liege Hessen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 7,7 Prozent. In den Niederlanden seien es dagegen rund 75 Prozent.

Der "Aktionsrat Bildung" gehört zu den führenden unabhängigen Bildungsgremien in Deutschland. Zu seinen Mitgliedern zählen führende Bildungswissenschaftler mit hohem Renomee, u. a. Prof. Dr. Dieter Lenzen, Prof. Dr. Wilfried Bos, Prof. Dr. Manfred Prenzel und Prof. Dr. Ludger Wößman. Seit 2007 legt der Aktionsrat jährlich ein Gutachten vor, das sich mit zentralen Fragestellungen aus Bildung und Wissenschaft beschäftigt. Das Gutachten 2010 behandelt das Thema "Bildungsökonomie: Zwischen Regulierung und Eigenverantwortung" (www.aktionsrat-bildung.de).

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