Freitag, 20. Oktober 2017


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ver.di und DJV: Start der DuMont-Redaktionsgemeinschaft mit schlechten Vorzeichen

Berlin, (lifePR) - Der offizielle Start der DuMont Redaktionsgemeinschaft am kommenden Montag wird von den DJV-Landesverbänden und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisch bewertet. Die neue Redaktionsgemeinschaft soll für die Abonnements-Zeitungen der M. DuMont Schauberg-Gruppe (Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau, Kölner Stadtanzeiger und Mitteldeutsche Zeitung) in den Bereichen Politik und Wirtschaft aus zwei Büros (Berlin und Frankfurt/Main) arbeiten.

Dabei werden die Ressorts in den betroffenen Zeitungstiteln nicht vor einem Abbau von Kompetenzen und Personal in den einzelnen Verlagen geschützt, die Redaktionsabläufe sind bis heute sehr unklar. Zudem gilt für die Redaktionsgemeinschaft kein Tarifvertrag mehr. Die Gewerkschaften kritisieren diese Tarifflucht einer Zeitungsgruppe, deren Miteigentümer Alfred Neven DuMont und Helmut Heinen Ämter als Ehrenpräsident beziehungsweise Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bekleiden.

"Die Arbeitsplatzunsicherheit der Kolleginnen und Kollegen durch Synergieprojekte und Auslagerungen muss beendet werden", erklärten Michael Rediske (Journalistenverband Berlin-Brandenburg) und Matthias von Fintel (ver.di) für die Gewerkschaften. "Bisher ist der Konzern nicht bereit, die für die publizistische Qualität notwendige Personalstärke zu garantieren."

Zu Beginn dieser Woche wurde zudem bekannt, dass die IT-Abteilungen der verschiedenen Standorte ebenfalls in eine neu geschaffene Konzerngesellschaft ausgelagert werden sollen. Auch hier wird bislang weder Beschäftigungssicherung noch Tarifbindung garantiert. "Die Auslagerungsprozesse tragen ein enormes Konfliktpotenzial mit sich", betonten die Gewerkschaftsvertreter.

Die Gewerkschaften werden Tarifverhandlungen zu den Folgen dieser Auslagerungen am 6. Mai in Berlin fortsetzen.

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