Freitag, 26. Mai 2017


  • Pressemitteilung BoxID 158918

Geschäften mit der Armut keine Chance geben

Kreditvergabe über freie Anbieter ist die Ausnahme

(lifePR) (Leipzig, ) Opfer unseriöser Kreditvermittlung suchen immer wieder den Rat der Verbraucherzentrale Sachsen. Statt des gewünschten Darlehens sehen sie sich unerwarteten Forderungen von unbekannten Anbietern gegenüber. So sollen sie zum Beispiel Aufwendungsersatz oder Beiträge für Geldanlagen oder für Versicherungen zahlen. "Viele dieser Forderungen sind unberechtigt", informiert Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. "Wenn aber bereits gezahlt wurde, sehen Betroffene ihr Geld oft nicht wieder. Deshalb heißt es, vor dem Schaden klug sein."

Am Anfang der Misere steht oft eine Kreditanfrage bei einem Anbieter, der im Internet, in Zeitschriften oder im Videotext für eine schnelle und unkomplizierte Kreditvergabe wirbt. Nicht selten werden dabei "Kredite ohne SCHUFA" in Aussicht gestellt. Das stößt insbesondere bei Verbrauchern, die sich schon in finanzieller Not befinden auf Interesse. Statt eines Darlehensantrages erhalten die Betroffenen dann aber zum Beispiel einen Vertrag zur "Vermittlung einer Finanzsanierung" über die Höhe des gewünschten Darlehensbetrages. "Nicht jeder Verbraucher erkennt, dass dies kein Darlehensvertrag ist und unterschreibt das Papier", warnt Heyer. Der Anbieter verpflichtet sich in dem Vertrag zu Dienstleistungen, wie zum Beispiel der Erstellung eines Sanierungskonzeptes oder der Vermittlung eines Rechtsbeistandes, die in der Regel von dem Verbraucher gar nicht gewünscht waren oder für ihn weitgehend wertlos sind. Für diese grundsätzlich fragwürdigen Leistungen verlangen unseriöse Kreditvermittler dann eine pauschale Aufwandsentschädigung nicht selten über mehrere hundert Euro. Eine weitere Masche ist es, dem Kreditsuchenden andere Verträge mit dem Argument aufzuschwatzen, diese würden die Aussicht auf die Vergabe des Darlehens erhöhen. So werden gern Genossenschafts- und andere unternehmerische Beteiligungen verkauft und nicht notwendige Versicherungen abgeschlossen.

"Verbraucher sollten mit ihrer Unterschrift unter solche Verträge sehr vorsichtig sein", rät Heyer. Sie schaden im Regelfall mehr als sie nützen. "Wer schon unterschrieben hat, sollte eine Überprüfung der Verträge bei der Verbraucherzentrale Sachsen - am besten vor der Zahlung irgendwelcher Gelder - vornehmen lassen. In den ersten Tagen nach der Unterschrift bestehen oft noch Widerrufsrechte. Wer schon Zahlungen geleistet hat, kann dennoch checken lassen, ob die Forderung unberechtigt ist und ob in diesem Fall das Geld noch zurückgeholt werden kann, etwa wenn mittels Einzugsermächtigung gezahlt wurde.

Wer sich schon mit Mahnschreiben von Inkassounternehmen konfrontiert sieht, sollte ebenfalls eine Rechtsberatung bei der Verbraucherzentrale Sachsen in Anspruch nehmen.

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