Samstag, 26. Mai 2018


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Woher kommt das Ei wirklich?

Verbraucherzentrale erläutert unterschiedliche Angaben auf Verpackung und Ei

Mainz, (lifePR) - Seit dem Rückruf von mit Fipronil belasteten Eiern schauen viele Verbraucherinnen und Verbraucher genauer auf die Kennzeichnung und sind verwirrt: Auf der Verpackung steht das Kürzel „DE“, während auf dem Stempel auf dem Ei beispielsweise „NL“ steht. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass ein Blick auf die Eierkartons nichts über die Herkunft der Eier verrät.

Die auf dem Karton angegebene Packstellennummer gibt ausschließlich den Ort an, an dem die Eier abgepackt wurden – aber nicht, wo sie gelegt wurden. Erzeugungs- und Verpackungsort müssen also nicht übereinstimmen. „Eier können in den Niederlanden gelegt werden und erst in Deutschland in den Karton wandern“, informiert Susanne Umbach, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. „Wer wissen möchte, woher die Eier tatsächlich stammen, muss den Stempel auf dem Ei beachten.“ Dieser Erzeugercode gibt Informationen zur Haltung der Legehennen und zur Herkunft. Unverpackte, sortierte Eier müssen ebenfalls auf der Schale gestempelt sein. Große Kennzeichnungslücken bestehen bei gefärbten Eiern und eihaltigen Produkten wie Majonäse, Backwaren oder Nudeln. Bei diesen Lebensmitteln sind Angaben zu Haltungsform und Herkunft kein Muss.

Der Blick auf den Eierstempel bringt folgende Informationen:

Die erste Ziffer steht für das Haltungssystem,


0 = Ökologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung


Dann folgt der Ländercode mit der Abkürzung für die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen die Eier stammen, zum Beispiel:


DE = Deutschland
NL = Niederlande


und zum Schluss folgt die Betriebsnummer.

Jeder EU-Mitgliedstaat hat ein System eingerichtet, wie er dem zu registrierenden Betrieb eine individuelle Nummer zuweist. In Deutschland stehen die ersten beiden Ziffern für das Bundesland. Somit ist das Bundesland, in dem das Ei gelegt wurde, einfach zu ermitteln. Zum Beispiel steht


03 für Niedersachsen,
05 für Nordrhein-Westfalen
06 für Hessen
07 für Rheinland-Pfalz


Die danach folgenden Ziffern identifizieren den jeweiligen Betrieb.

Die Packstellennummer auf dem Eierkarton ist Pflicht. Mit dieser Nummer ist jeder Betrieb, in dem Eier sortiert und verpackt werden, in der Europäischen Union eindeutig zu identifizieren.

 

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ist eine anbieterunabhängige, überwiegend öffentlich finanzierte, gemeinnützige Organisation. Seit mehr als 50 Jahren informiert, berät und unterstützt sie Verbraucherinnen und Verbraucher in Fragen des privaten Konsums und vertritt Verbraucherinteressen bei Unternehmen, Politik und Verbänden. Die Verbraucherzentrale hat 19 Mitgliedsverbände und über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorstand ist Ulrike von der Lühe.

Arbeitsschwerpunkte sind Verbraucherrecht, Telekommunikation und Medien, Versicherungen und Finanzdienstleistungen, Energie und Bauen, Lebensmittel und Ernährung sowie Gesundheit und Pflege. Anlaufstellen für persönliche Beratung sind sechs Beratungsstellen und sechs Stützpunkte in Rheinland-Pfalz. Ratsuchende können sich auch telefonisch oder per E-Mail beraten lassen. Im Internet ist die Verbraucherzentrale unter www.vz-rlp.de zu finden.

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