Weltverbrauchertag am 15.3.2013

Tag der offenen Tür bei der Verbraucherzentrale Hessen: Produktsicherheit und Wahlfreiheit für Verbrauchern steht im Fokus

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Zum diesjährigen Weltverbrauchertag am Freitag, den 15.3.2013 laden die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen zum Tag der offenen Tür ein. Von 10 bis 16 Uhr stehen die Berater der Verbraucherzentrale Hessen für Informationsgespräche zu den Themen private Altersvorsorge, Lebensmittelskandale und Stromanbieterwechsel zur Verfügung. Zudem liegen an verschiedenen Infotischen kostenlose Faltblätter aus.

Am 15. März 1962 forderte John F. Kennedy vor dem amerikanischen Kongress erstmals grundlegende Verbraucherrechte wie sichere und gesunde Produkte, umfassende Information, die freie Wahl von Produkten und Dienstleistungen und die Anhörung und Mitsprache der Verbraucher. An diese Grundrechte erinnern die Verbraucherzentralen jedes Jahr am 15. März, dem Weltverbrauchertag. "Der Weltverbrauchertag eignet sich deshalb ganz besonders dazu, solche Produkte in den Fokus zu rücken, deren Sicherheit nicht gewährleistet ist oder bei denen die Wahlfreiheit der Verbraucher eingeschränkt ist", sagt Jutta Gelbrich, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen.

Private Altersvorsorge - die Qual der Wahl:

Ab 2013 sollte die Riesterrente kundenfreundlicher werden. Doch noch lässt der erste Schritt in Richtung Transparenz und Vergleichbarkeit aller Riesterverträge auf sich warten. Aktuell sieht es so aus, dass die Anbieter von Riesterprodukten erst ab 2014 Jahr ihre Kosten offener darlegen müssen. Der Gesetzgeber billigt den Anbietern offenbar ein weiteres Jahr zu, um Produktinformationsblätter zu schaffen.

Die Verbraucherzentrale Hessen geht deshalb der Frage nach, ob Vorsorgesparern bedarfgerechte Produkte angeboten werden. Damit ein Riestervertrag für die private Altersvorsorge genutzt werden kann, bedarf es mehr kostengünstigere Anbieter. "Es war vom Gesetzgeber sicher nicht gewollt, dass die staatlichen Zuwendungen nicht die Altersvorsorge der Bürger zu optimieren scheinen, sondern überwiegend in den Kassen der Anbieter landen", so Gelbrich weiter.

Anhand besonders auffälliger Beispiele will die Verbraucherzentrale der Politik weiteren Handlungsbedarf rund um die Anbieterkosten aufzeigen. Hierzu sammelt sie Fälle aus der Beratung und wertet diese entsprechend aus.

Beratungen zur Riester-Rente bietet die Verbraucherzentrale Hessen in allen hessischen Beratungsstellen an. Wenn es darum geht, bestehenden Verträge zu prüfen, kostet die Beratung 25 € pro Viertelstunde. Eine Terminvereinbarung über das hessenweite Servicetelefon ist erforderlich.

Lebensmittelskandale - wie sicher sind unsere Lebensmittel wirklich?

Ob als Rindfleisch getarntes Pferdefleisch, falsch deklarierte Eier oder das mit Schimmelpilzgiften verseuchte Futtermittel - eines haben die Lebensmittelskandale dieses Jahres gemeinsam: Schnelle und aussagekräftige Verbraucherinformationen über betroffene Produkte, Anbieter und Verantwortliche sind weitgehend Fehlanzeige. Verbraucher müssen sich mühsam spärliche Informationen über betroffene Produkte zusammensuchen. Der eigentliche Skandal dabei ist, dass die Mängel in den Lebensmittel- und Futtermittelkontrollen und die Interpretationsspielräume im Verbraucherinformationsgesetz nicht ausgeräumt sind. "Verbraucher haben ein Recht auf umfassende Informationen und Täuschungsschutz", erläutert Jutta Gelbrich. Die von der Bundesregierung kürzlich beschlossenen Nachbesserungen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) reichen ebenso wenig aus wie die Regelungen des Verbraucherinformationsgesetz (VIG).

Die Verbraucherzentrale Hessen fordert:

- eine Ausweitung der Auskunftspflicht auf diejenigen, die Lebens- und Futtermitteln herstellen,
- eine unverzügliche Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben für die Eigenkontrollen in den Lebensmittel- und Futtermittelbetrieben,
- eine bessere Ausstattung der amtlichen Überwachungsbehörden,
- eine Kostentragungspflicht der Unternehmen für die zusätzlichen amtlichen Lebensmittel- und Futtermittelkontrollen. Diese dürfen nicht auf die Verbraucher abgewälzt werden.

Stromanbieterwechsel - eigentlich ganz einfach, aber... :

Steigenden Strom- und Gaspreise können Verbraucher entgegenwirken, zum Beispiel durch einen Wechsel des Energieversorgers. Der Anbieterwechsel ist im Prinzip recht einfach. Doch Vergleichsportale zeigen auf den ersten Blick nicht immer den günstigsten Anbieter. Vielfach locken günstige Tarife, die teils aber nur kurzfristig gelten oder aber vor Ort dann doch nicht gewährt werden. Noch immer verlangen die Anbieter gerne Vorauskasse oder eine lange Vertragsbindung. Nicht nur der Preis, sondern auch die sonstigen Vertragsbedingungen sind zu prüfen. Wer sich jedoch im Vorfeld gut informiert, kann bei einem Anbieterwechsel bares Geld sparen. Die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen helfen bei der Suche nach einem günstigen Anbieter ohne Kostenfallen.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:

- Persönliche Beratung zu Verbraucherrecht in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen
- Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zu Verbraucherzrecht unter 0900 1 972010. 1,75 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreises können abweichen.
- Kostenlose Informationen auf www.verbraucher.de.
- Hessenweites Servicetelefon 0180 5 972010. 0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz, aus dem Mobilfunk maximal 0,42 € pro Minute. Informationen über das Beratungs- und Seminarangebote sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen; teilweise auch Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.