TelDaFax: Insolvenzantrag verunsichert Kunden

Versorgung gesichert - aber es kann teuer werden

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Gerüchte gab es schon lange, jetzt hat der Troisdorfer Energieanbieter TelDaFax Insolvenzantrag gestellt. Dies heißt für die Kunden nicht, dass sie ohne Strom oder Gas dastehen. Denn der örtliche Grundversorger ist gesetzlich zur unmittelbaren Übernahme der Versorgung verpflichtet, wenn ein Anbieter pleitegeht und nicht mehr liefern kann - allerdings zum teuren Grundversorgungstarif.

Der Insolvenzantrag sowie die Bestellung des vorläufigen Insolvenzver-walters bedeutet zunächst noch nicht, dass TelDaFax sofort die Beliefe-rung einstellt und alle Verträge beendet sind. Die meisten TelDaFax-Kunden haben allerdings Vorauskasse und Sonderabschläge geleistet. Sie haben also dem Unternehmen einen kostenlosen Kredit gegeben. Das vorgeschossene Geld zurückzuholen, dürfte jetzt sehr schwierig werden. Was der Insolvenzantrag für TelDaFax-Kunden bedeutet, erläu-tert die aktualisierte Verbraucherinformation "TelDaFax in der Insolvenz - Kunden verunsichert" der Verbraucherzentrale Hessen, die im Internet unter www.verbraucher.de veröffentlich ist. Darüber hinaus bietet die Verbraucherzentrale Hessen die Möglichkeit, sich telefonisch oder per-sönlich beraten zu lassen.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens waren in den vergan-genen Monaten bereits unübersehbar gewesen. Bundesweit mussten viele tausend Gas- und Stromkunden Abschied von TelDaFax nehmen. Mehrere Netzgesellschaften, unter anderem auch in Wiesbaden, Gießen und Frankfurt, verweigerten TelDaFax die Durchleitung von Strom und Gas oder kündigten gar den Lieferantenrahmenvertrag, weil diese die Netzentgelte nicht gezahlt hatte. Die betroffenen Kunden mussten sich daraufhin schnellstmöglich für ei-nen neuen Versorger oder einen günstigeren Tarif bei ihrem Grundversorger entscheiden. "Das sollten auch diejenigen Kunden tun, die im Strudel eines Insolvenzverfahrens künftig nicht mehr von TelDaFax beliefert werden kön-nen", sagt Peter Lassek, Referent für Verbraucherrecht bei der Verbraucher-zentrale Hessen. "Der Grundversorgungsvertrag ist ein unbefristeter Vertrag, aus dem man monatlich aussteigen kann", so Lassek weiter.

Der jetzt gestellte Insolvenzantrag sowie die Bestellung des vorläufigen Insol-venzverwalters bedeutet jedoch zunächst noch nicht, dass TelDaFax sofort die Belieferung einstellt. Kunden, die derzeit noch von TelDaFax Strom oder Gas beziehen, werden zunächst auch weiterhin von diesem Anbieter beliefert. Wie lange, hängt vom weiteren Verlauf des Verfahrens und den vom Insol-venzverwalter zu treffenden Entscheidungen ab. Zu Recht Sorgen machen sich allerdings die vielen TelDaFax-Kunden, die Strom und Gas gegen Vorkasse gekauft und bis zu einem Jahr im Voraus bezahlt haben. Kommt es tatsächlich zu einer vollständigen Einstellung des Geschäftsbetrie-bes, müssen die betroffenen Vorkasse-Kunden fürchten, von ihrem Geld nichts mehr wiederzusehen.

Gleichwohl sollten sie ihre Forderungen zumindest bei dem vom Amtsgericht Bonn bestellten Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Biner Bähr, anmelden. Hierbei helfen Rechtsanwälte oder die Rechtsberatung der Verbraucherzent-rale Hessen. Wenn TelDaFax das Geld erst kürzlich per Lastschriftverfahren erhalten hat, kann der Kunde die Abbuchung mindestens innerhalb von sechs Wochen ab Rechnungsschluss bei seiner Bank rückgängig machen. Die in der Zwischenzeit verbrauchte Energie muss dann zwar bezahlt werden. Auf diese Weise lässt sich aber zumindest ein Großteil des im Voraus gezahlten Geldes retten, empfiehlt die Verbraucherzentrale Hessen.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:
- Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zu Verbraucher-recht montags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr unter 0900 1 972010. 1,75 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen.
- Hessenweites Servicetelefon der Verbraucherzentrale Hessen e.V.: 0180 5 972010. 0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunk maximal 0,42 €. Informationen über alle Beratungs- und Semi-narangebote sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbrau-cherzentrale Hessen; teilweise auch Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!
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