Pflanzenpulver "Grüne Mutter" - in Zukunft ohne Bio- und Gesundheits-Werbung

Verbraucherzentrale Hessen mahnt Anbieter Organic Alpha LCC erfolgreich ab

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
„Mildernd bei chronischen Gelenkschmerzen“, „Krebs verhindernd“ oder „den Fettstoffwechsel fördernd“: Mit diesen Werbeversprechen und dem Markennamen „organic alpha“ versuchte die Organic Alpha LCC ihrem Pflanzenpulver „Grüne Mutter“ ein Bio- und Gesundheits-Image zu verleihen. „Lebensmittelhersteller dürfen jedoch gesundheitsbezogene Angaben nicht beliebig wählen. Ebenso ist es verboten, den Eindruck zu erwecken, ein Lebensmittel sei ökologisch erzeugt, wenn dieses nicht die Richtlinien der EU-Öko-Verordnung erfüllt“, so Wiebke Franz, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Hessen.

Ein Verbraucher fand die vollmundigen Versprechen gerade für kranke Menschen unverantwortlich. Er beschwerte sich bei dem Portal lebensmittelklarheit.de des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) und der Verbraucherzentralen wegen der Verwechslungsgefahr des Nahrungsergänzungsmittels mit einem Arzneimittel.

Rechtliche Schritte von Erfolg gekrönt
Die hessischen Verbraucherschützer nahmen daraufhin das Produkt unter die Lupe. „Schon die Überschriften wie ‘Leberentgiftung‘, ‘Zellschutz Antioxidantien‘ oder ‘Nerven- & Gehirnsupport‘, unter denen die Anbieter einzelne Zutaten aufs Etikett des Pflanzenpulvers druckten, entsprachen unzulässiger Gesundheitswerbung“, so Wiebke Franz. In ihrem online-Shop und auf amazon.de traute sich die Firma Organic Alpha LCC aus Los Angeles noch mehr und stellte mehrfach einen Krankheitsbezug her. Die Bezeichnung des Produktes als „organic alpha“ verletzte den Grundsatz der EU-Öko-Verordnung: „Wo bio oder öko drauf steht, muss auch bio oder öko drin sein“. Darüber hinaus hielten die Anbieter die Kennzeichnungsvorschriften in mehreren Punkten nicht ein, beispielsweise war die Schriftgröße der Zutatenliste unleserlich klein.

Die hessischen Verbraucherschützer mahnten erfolgreich ab: Der Anbieter wirbt nicht länger mit den unzulässigen Gesundheitsversprechen, hat den Markennamen auf dem Produkt geändert und weitere Kennzeichnungsverstöße beseitigt.

Unseriöse Gesundheitsversprechen durchschauen
Wenn Hersteller versprechen, ein Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel könne die Körperfunktion über das normale Maß hinaus steigern, ist das ein Hinweis auf unseriöse Gesundheitswerbung. Verbraucher können sich mit Beschwerden über die Kennzeichnung und Werbung für herkömmliche Lebensmittel an das Portal lebensmittelklarheit.de und für Nahrungsergänzungsmittel an klartext-nahrungsergaenzung.de wenden.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:


Marktcheck „Aufgepeppte Lebensmittel: Vorsicht Gesundheitsversprechen“ unter de/vorsicht-gesundheitsversprechen
Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zu Lebensmitteln und Ernährung dienstags 10 -14 Uhr unter 0900 1 972012. 0,90 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunkpreise können abweichen.
Hessenweites Servicetelefon (069) 972010-900. Informationen über die Beratungs- und Seminarangebote sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen; Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!
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