Freitag, 20. April 2018


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Mit "Sale"-ProdukteN in die pfanne gehauen

Verbraucherzentrale Hessen mahnt erfolgreich das Unternehmen WMF wegen irreführender Preisauszeichnungen ab

Frankfurt am Main, (lifePR) - In ihren Markenshops verkaufte die WMF-Group verschiedene Produkte, die mit einem durchgestrichenem „Statt-Preis“ versehen waren. Die Aufmachung der Schilder erweckte den Eindruck, Verbraucher würden ein besonderes Schnäppchen beim Einkauf machen. Tatsächlich entsprach aber nicht der durchgestrichene Preis, sondern der herabgesetzte, günstige Preis der unverbindlichen Preisempfehlung des Unternehmens. Dadurch wurde der Verbraucher in die Irre geführt.

Die Verbraucherzentrale Hessen ging dieser der Sache auf den Grund. Bei der Überprüfung des Warenangebots fiel den Verbraucherschützern außerdem auf, dass dieselben rabattierten Produkte in den Geschäften der WMF-Group mit einer anderen unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) als in deren Online-Shop beworben werden.

„Mir wurde suggeriert, dass es sich um ein besonders günstiges Angebot handelt“ ärgert sich auch Frau L. über die Praxis von WMF, Preise im Geschäft besonders günstig zu kennzeichnen, aber tatsächlich gar nicht herunterzusetzen. Die Viernheimerin hatte in einem WMF-Shop Töpfe im Sonderangebot gekauft und zu Hause festgestellt, dass die angegebene unverbindliche Preisempfehlung auf der Homepage des Herstellers viel günstiger war und gar nur dem, von ihr als günstig empfundenen, Schnäppchenpreis entspricht.

„Die Bezugnahme auf eine falsche UVP und die Darstellung des reduzierten Preises als besonderes Angebot stellt eine irreführende geschäftliche Handlung dar und „Sale“-Produkte sollten auch tatsächlich im Preis reduziert sein“ erläutert Peter Lassek von der Verbraucherzentrale Hessen. „Eine solche irreführende Handlung ist geeignet, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte“, so Lassek weiter.

Die Verbraucherzentrale Hessen war deshalb in diesen Punkten mit ihrer Abmahnung erfolgreich. Die WMF Group hat die Unterlassungserklärung unterschrieben und auch bereits die Beschilderung in ihren Geschäften angepasst.

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