Entscheidung innerhalb von 25 Tagen oder schneller

Verbraucherzentrale Hessen informiert über Fristen beim Antrag auf Pflegeleistungen

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Alter, Krankheit, Unfall: Es gibt viele Situationen, aufgrund derer Menschen pflegebedürftig werden und auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Häufig übernehmen Angehörige die Pflege, doch nicht immer ist das möglich. Eine andere Option ist, einen Pflegedienst zu beauftragen oder in ein Pflegeheim zu ziehen. Egal für welche Variante man sich entscheidet – bei der Pflegekasse können Betroffene organisatorische und finanzielle Hilfe beantragen. Die Verbraucherzentrale Hessen informiert über Fristen bei der Beantragung von Pflegeleistungen und zeigt Schritt für Schritt, was beachtet werden muss.

Anna L., 78-jährig, lebt alleine zu Hause. Die Tochter ist berufstätig, schaut aber regelmäßig nach ihr und bemerkt, dass ihre Mutter nicht mehr für sich kocht, ihre Medikamente nicht mehr regelmäßig nimmt und die Sauberkeit in der Wohnung nachlässt. Sie wendet sich an die Verbraucherzentrale Hessen, um zu erfahren, was sie tun kann, damit ihre Mutter weitere Unterstützung zu Hause erhält.

„Damit die Unterstützung schnell ankommt, sollten Betroffene schnellstmöglich einen Antrag stellen. Die Versicherung muss innerhalb bestimmter Fristen reagieren“, sagt Daniela Hubloher, Gesundheitsexpertin der Verbraucherzentrale Hessen. So muss die Pflegekasse innerhalb von 25 Arbeitstagen eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder einen anderen Gutachter veranlassen. Weiterhin muss sie innerhalb dieser Frist eine Entscheidung über den Pflegegrad treffen und das Ergebnis den Versicherten mitteilen.

in einzelfällen fristen von ein bis zwei wochen

Wenn ein pflegender Angehöriger seine Berufstätigkeit im Rahmen der Pflegezeit oder der Familienpflegezeit reduzieren will, muss die Begutachtung innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung erfolgen. In besonders dringenden Fällen – beispielsweise wenn der Versicherte im Krankenhaus ist und die anschließende Versorgung nicht gesichert ist oder der Antragsteller palliativ versorgt wird – verkürzt sich die Frist zur Begutachtung sogar auf eine Woche.  

Entscheidet die Pflegekasse zu spät und ist sie für die Verzögerung verantwortlich, muss die Kasse in der Regel 70 Euro für jede begonnene Woche der Fristüberschreitung an den Versicherten zahlen. TIPPS ZUR ANTRAGSTELLUNGDarüber, was bei einem Antrag auf Pflegeleistungen beachtet werden sollte, wie der Pflegegrad ermittelt wird und wie auf eine Ablehnung durch die Pflegekasse reagiert werden kann, informiert die Verbraucherzentrale online unter http://www.verbraucherzentrale-hessen.de/der-weg-zum-pflegegrad  und in ihrem neuen Flyer „Der Weg zum Pflegegrad“. Der Flyer kann auch kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen abgeholt werden.
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