Augen auf beim Anbieterwechsel

Verbraucherzentrale Hessen schnürt Informationspaket und berät zum sicheren Wechsel des Energieversorgers

(lifePR) ( Frankfurt, )
Stromkunden können wechseln, wenn ihr Anbieter die Preise erhöht. Auch im Jahr 2012 ist damit zu rechnen, dass die Welle der Strompreiserhöhungen nicht verebbt. Der Wechsel ist im Prinzip recht einfach und soll ab 1. April 2012 schneller abgewickelt werden. Das Energiewirtschaftsgesetz sieht vor, dass der Wechsel dann maximal drei Wochen, nachdem der neue Anbieter seinen Kunden beim Netzanbieter angemeldet hat, vollständig durchgeführt sein muss.

Unklarheiten über die Transparenz der Preise und Berichte über Unternehmen mit zweifelhaftem Geschäftsgebaren, Verzögerungen beim Anbieterwechsel sorgen jedoch vielerorts für Unmut. Die TelDaFax-Pleite hat recht deutlich gezeigt: Wer Billig-Strom will, muss möglicherweise dafür teuer bezahlen. Wer jedoch einige wichtige Grundregeln befolgt, kann durch einen Wechsel des Anbieters nach wie vor gutes Geld sparen. Worauf dabei zu achten ist, wird in den neuen, kostenlosen Faltblättern "Wechsel des Stromanbieters" und "Wechsel des Gasanbieters" der Verbraucherzentrale Hessen erläutert.

Mit dem neuen Jahr kommen auch auf viele hessische Verbraucher weitere Preisrunden im Energiebereich zu. Schuld an steigenden Strompreisen sind aus Sicht der Energieversorger vor allem höhere Netznutzungsentgelte und Beschaffungskosten sowie die neue "Sonderkundenabgabe". Diese entlastet die "stromintensive" Großindustrie, die von den Netzentgelten befreit wird, und belastet alle anderen Stromkunden. Versorger wie zum Beispiel die GGEW Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße AG, die Überlandwerk Rhön GmbH, die Stadtwerke Marburg GmbH, die Stadtwerke Bad Vilbel und die Oberhessischen Versorgungsbetriebe (OVAG) haben bereits Preiserhöhungen angekündigt.

"Stetig steigende Energiepreise sollten auch immer Anlass sein, den eigenen Vertragsstatus zu überprüfen", so Peter Lassek, Referent für Verbraucherrecht der Verbraucherzentrale Hessen. Günstigere Stromanbieter als der bisherige finden sich fast immer. Auch eine Nachfrage beim eigenen Stromversorger vor Ort kann sich lohnen. Er bietet fast immer eine günstigere Alternative zum vergleichsweise teuren Grundversorgungsvertrag. Doch im zu Ende gehenden Jahr haben Negativschlagzeilen über die TelDaFax-Insolvenz, strafrechtliche Ermittlungen gegen Unternehmensführungen, nicht gezahlte Neukundenboni bei Flexstrom, der Dauer-Clinch zwischen Flexstrom und verivox, in Werbebroschüren versteckte Preiserhöhungen, aber auch Meldungen über gekaufte Spitzenplätze in Internetvergleichsportalen für Unmut und Verunsicherung bei den Verbrauchern gesorgt. Auch kommt es immer wieder mal vor, dass wechselwillige Stromkunden länger als geplant auf die Belieferung durch ihren neuen Anbieter warten müssen. Das kann teuer werden, weil der Verbraucher wider Willen den höheren Strompreis seines bisherigen Anbieters eine Zeit lang weiterzahlen muss oder weil er vorübergehend in der teureren Ersatzversorgung landet. Verbraucher sollten sich allerdings von derartigen Meldungen nicht verunsichern lassen. "Wenn man einige wichtige Grundregeln bei Anbieterauswahl und Vertragsschluss beachtet, klappt der Wechsel einfach, ohne Verzögerungen und auch ohne finanzielle Risiken", erläutert Peter Lassek.

Auch hohe Gaspreise müssen nicht sein. Die Zahl alternativer Gasanbieter ist in den letzten Jahren gestiegen ist. Obgleich der Anteil der Gebiete mit einem einzigen Versorger nach wie vor hoch ist, haben immer mehr Gaskunden die Möglichkeit, steigenden Preisen durch einen Anbieterwechsel entgegenzutreten.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:

- Kostenlose Verbraucherinformationen "Stromanbieterwechsel: Tarifportale im Internet", "Schlichtungsstelle Energie" und Broschüre "Energierechnungen verstehen". Diese können von der Internetseite der Verbraucherzentrale Hessen www.verbraucher.de heruntergeladen oder in den Beratungsstellen abgeholt werden.
- Persönliche Beratung zu Verbraucherrecht in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen.
- Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zu Verbraucherrecht unter 0900 1 972010. 1,75 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunkpreise können abweichen.
- Hessenweites Servicetelefon 0180 5 972010. 0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 0,42 € pro Minute aus dem Mobilfunk. Informationen über das Beratungs- und Seminarangebot sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen; teilweise auch Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!
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