Alkoholkennzeichnung auf Adventskalendern muss noch deutlich besser werden!

Nachcheck der Verbraucherzentrale Hessen zeigt Teilerfolge

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Ein Adventskalendertest der Verbraucherzentrale Hessen von 2012 deckte auf, dass Produkte trotz kindgerechter Bildmotive und ohne Warnhinweis alkoholhaltige Süßigkeiten enthalten. Ein aktueller Nachcheck zeigt, dass jeder zweite Hersteller auf den Test vom Vorjahr reagiert und das neue Sortiment verändert hat. Im besten Fall wurde gänzlich auf alkoholische Zutaten verzichtet und dies auf der Vorderseite deutlich gekennzeichnet. Einige Hersteller haben im Sortiment nur teilweise Verbesserungen bei der Kennzeichnung vorgenommen. "Für den Rest der betroffenen Firmen spielen Transparenz und Verbraucherschutz offenbar weiterhin eine untergeordnete Rolle. Sie halten an dem für Kinder riskanten Verwirrspiel fest", kritisiert Andrea Schauff von der Verbraucherzentrale Hessen. "Wir fordern einen deutlichen Alkoholhinweis auf der Vorderseite der Adventskalender."

Der Nachcheck zum Adventskalendertest der Verbraucherzentrale Hessen im November 2013 zeigt: Sechs von elf Herstellern haben bei der Alkoholkennzeichnung ihrer Adventskalender mit kindgerechten Bildmotiven mehr oder weniger konsequent nachgebessert.

Die Confiserie Burg Lauenstein verzichtet im zuvor beanstandeten Kalender nun erfreulicherweise auf Alkohol und weist auf der Vorderseite darauf hin. Die Produkte der Hersteller Gubor und Peters enthalten dagegen weiterhin alkoholische Zutaten. Diese sind jedoch mit einem gut sichtbaren Hinweis "Mit Alkohol" auf der Vorderseite gekennzeichnet. "Nur so wird der Verwechslung mit einem für Kinder geeigneten Produkt vorgebeugt", erklärt Lebensmittelexpertin Schauff. "Wenn Lebensmittel alkoholhaltige Zutaten enthalten, muss das auf den ersten Blick, nämlich auf der Schauseite der Verpackung, erkennbar sein. Der Hinweis ist auch für Erwachsene wichtig, die auf jeglichen Alkohol verzichten wollen oder müssen", so Schauff.

Bei drei weiteren Herstellern hat sich zumindest in Teilen des Sortiments etwas getan: Im Vorjahr enthielten alle überprüften Adventskalender von Feodora Alkohol als Zutat. Jetzt sind mehrere neue Kalender mit kindgerechten Motiven alkoholfrei und so auf der Vorderseite gekennzeichnet. Hachez verzichtet bei einem der beiden zuvor beanstandeten Kalender auf Alkohol. Lindt & Sprüngli hat einen von zwei bemängelten alkoholhaltigen Adventskalendern geringfügig verändert und einen Alkoholhinweis auf der Rückseite angebracht. Das Sortiment wurde durch zwei alkoholfreie, deutlich gekennzeichnete Produkte erweitert.

Ignorant zeigen sich dagegen die Süßwarenhersteller Niederegger, Heilemann, Marc Antoine, Reber und Schwermer: Sie haben in punkto Alkoholkennzeichnung ihrer Adventskalendern gegenüber dem Vorjahr nichts verbessert. "Hier spielen Transparenz und Verbraucherschutz offenbar weiterhin eine untergeordnete Rolle", kritisiert Schauff.

Aufgrund des Markttests 2012 hatte die Verbraucherzentrale Hessen alle Hersteller angeschrieben und eine deutlichere Alkoholkennzeichnung auf deren Adventskalendern gefordert. Nur zwei Firmen antworteten: Im Fall des Confiseur Läderach (Marc Antoine) war es ein leeres Versprechen: Die für 2013 angekündigte verbrauchergerechte Kennzeichnung blieb aus. Die Confiserie Burg Lauenstein hielt die Zusage dagegen ein. Die Firma Niederegger war 2012 wegen der falschen Werbebehauptung "ohne alkoholische Füllung" auf ihrem Kalender mit Weihnachtsmarktmotiv erfolgreich abgemahnt worden. Der Kalender war nicht mehr im Handel.

Die Übersicht der überprüften Adventskalender ist eingestellt unter www.verbraucher.de /Rubrik Lebensmittel und Ernährung/Marktchecks.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:

- Telefonische Beratung der Verbraucherzentrale Hessen zu Lebensmittel und Ernährung dienstags 10 -14 Uhr unter 0900 1 972012.
0,90 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; Mobilfunkpreise können abweichen.
- Hessenweites Servicetelefon 0180 5 972010. 0,14 € pro Minute aus dem deutschen Festnetz; maximal 0,42 € pro Minute aus dem Mobilfunk. Informationen über das Beratungs- und Seminarangebote sowie die Öffnungszeiten der Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen; Terminvereinbarung möglich. Keine Beratung!
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