Dienstag, 21. Februar 2017


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Unsportlich und unzulässig

Berliner Sportstudios verbieten Mitnahme eigener Getränke

(lifePR) (Berlin, ) Die Verbraucherzentrale Berlin erhält neuerdings wieder vermehrt Fragen und Beschwerden im Zusammenhang mit der so genannten "Getränkeklausel" von Sportstudios: Durch Hausordnungen wird den Mitgliedern untersagt, eigene Getränke in den Trainingsbereich mitzunehmen. "Sportstudios, die an der 'Getränkeklausel' festhalten, setzen sich über die geltende Rechtsprechung hinweg", ärgert sich Susanne Nowarra, Juristin bei der Verbraucherzentrale Berlin. Sie ruft dazu auf, in solchen Fällen die Verbraucherzentrale zu informieren und Vertragskopien einzureichen.

Dass Sportstudiobetreiber es lieber sehen, wenn ihre Mitglieder beim Training den Durst mit hauseigenen, zu Gastronomiepreisen angebotenen Getränken löschen, liegt auf der Hand. Verbieten dürfen sie die Mitnahme eigener Getränke in unzerbrechlichen Behältern aber nicht. Die Verbraucherzentrale Berlin hat in den vergangenen Jahren wegen dieser und anderer unzulässiger AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) mehrere Sportstudios abgemahnt. Im April 2007 erwirkte sie ein positives Urteil für Sportstudio-Mitglieder: Das Landgericht Berlin erklärte am 25.04.2007 die Klausel, "wonach das Mitbringen und der Verzehr eigener Getränke im Gerätepark nicht gestattet ist", für unwirksam (Az.26 O 365/06). Sie benachteilige die Vertragspartner des Sportstudios in unangemessener Weise.

Fitnessverträge enthalten häufig auch zahlreiche unzulässige Klauseln zu Haftungsfragen, zur außerordentlichen Kündigung wegen Krankheit, Umzugs u. a. Bei Verdacht auf unzulässige Allgemeine Geschäftsbedingungen - oft auch mit "Hausordnung" oder "Vertragsbedingungen" überschrieben - sollten der Verbraucherzentrale Vertragskopien mit dem Vermerk "AGB-Prüfung" per Post, per Fax oder per E-Mail eingereicht werden. Wo sich der Verdacht nach juristischer Prüfung bestätigt, wird die Verbraucherzentrale die Verwendung unzulässiger Klauseln unterbinden.

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