Montag, 20. Februar 2017


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Kein Scherz: Gasag bleibt stur

(lifePR) (Berlin, ) Nachhaltig, solide, fair und kundenorientiert: So gab sich die Gasag in der gestrigen Bilanzkonferenz vor der Presse. Da mutete es wie ein vorgezogener, allerdings schlechter Aprilscherz an, dass sich das Unternehmen weiterhin aus der Verantwortung zieht, unrechtmäßig einbehaltene Entgelte zurückzuzahlen.

Natürlich konnte die Gasag das Thema "Sammelklage der Verbraucherzentrale Berlin" nicht ausklammern. So preschten die Verantwortlichen mutig voran und äußerten sich in der hinlänglich bekannten Art und Weise - und leider auch in der x-ten Wiederholung - zu den unrechtmäßig einbehaltenen überhöhten Entgelten. Weiterhin ist von der Angemessenheit der Preise die Rede. Der Bundesgerichtshof (BGH) hätte lediglich eine der in den AGBs verwendete Klausel für unwirksam erklärt, heißt es auch auf der Homepage des Versorgers. Der BGH hätte sich aber nicht zur Angemessenheit der Preise und auch nicht zu Rückzahlungsverpflichtungen der Gasag geäußert, lautet es weiter.

Bernd Ruschinzik, Jurist der Verbraucherzentrale Berlin, klärt auf: "Der BGH hatte grundsätzlich über die Klausel zu entscheiden. Es war nicht seine Aufgabe, die Höhe der Preise zu beurteilen. Das sollten die Verantwortlichen der Gasag eigentlich wissen."

Tausende von Kunden - allein im letzten Jahr drei Prozent - haben inzwischen genug von dem ignoranten Verhalten des Unternehmens und wechselten zu anderen Anbietern. Diejenigen, die eine Klage eingereicht hatten, reagierten zum Teil hilflos auf die 35 Seiten umfassende Klageerwiderung.

Bernd Ruschinzik fordert von der Gasag, angesichts der eindeutigen Rechtslage den enttäuschten Kunden in der Praxis zu zeigen, was faires Verhalten bedeutet. "Es ist höchste Zeit, endlich mit einem realistischen Angebot an die Öffentlichkeit heranzutreten."

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